ArchivDeutsches Ärzteblatt42/1997Aspirin: Deutung und Deutlichkeit

SPEKTRUM: Leserbriefe

Aspirin: Deutung und Deutlichkeit

Dtsch Arztebl 1997; 94(42): A-2686 / B-2308 / C-2144

Erker, Egon

Zu dem "Post Scriptum"-Beitrag "Der Name der Rose" von Martin Wiehl in Heft 31-32/1997:
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LNSLNS Während sich nicht selten nachweislich falsche Zitate und Einschätzungen durchsetzen können, weil lediglich nachgesprochen und abgeschrieben wird (Einstein war entgegen herkömmlicher Meinung während seiner Schulzeit ein sehr guter Schüler; Schiller: "Der Mohr hat seine Arbeit getan. Der Mohr kann gehen!"), gibt es bei manchen ungeklärten Sachverhalten durchaus verschiedene, jeweils plausibel anmutende Deutungsmöglichkeiten.
Nachdem in Heft 31-32/1997 zunächst pharmakologische und klinische Aspekte der Acetylsalicylsäure im Medizinreport gewürdigt werden, stellt Martin Wiehl in einem reizvollen Artikel auf der letzten Seite Mußmaßungen darüber an, wie F. Hoffmann zur Namensgebung "Aspirin" gekommen sein könnte. Im Vordergrund steht dabei das Mädesüß (Spierstaude, Filipendula ulmaria) mit seinem reichen Salicylaldehyd- und Salicylsäuregehalt. Eine ganz andere Deutung könnte R. Piria in den Mittelpunkt rücken, der als Professor in Pisa und Turin wirkte und 1838 als erster aus dem Salicin der Weidenrinde reine Salicylsäure herstellte. Das Wort "Aspirin" wäre dann durch modifizierten Buchstabenversatz aus Namen und Schaffensorten entstanden. Könnte der junge Forscher Hoffmann den Namen "Aspirin" als Hommage für Piria verstanden haben?
Dr. Egon Erker, Lindenstraße 23, 49088 Osnabrück
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