ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2011Nosokomiale Infektionen und multiresistente Erreger in Deutschland

MEDIZIN: Originalarbeit

Nosokomiale Infektionen und multiresistente Erreger in Deutschland

Epidemiologische Daten aus dem Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System

Nosocomial Infections and Multidrug-Resistant Organisms in Germany—Epidemiological Data From KISS (The Hospital Infection Surveillance System)

Dtsch Arztebl Int 2011; 108(6): 87-93; DOI: 10.3238/arztebl.2011.0087

Geffers, Christine; Gastmeier, Petra

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Hintergrund: Mehr als 800 Krankenhäuser und 586 Intensivstationen in Deutschland beteiligen sich am Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS). Sie liefern Daten zur Häufigkeit von nosokomialen Infektionen und deren Erregern sowie zum Auftreten von Erregern mit besonderer epidemiologischer Relevanz.

Methode: Es werden auf Intensivstationen erworbene Infektionen der unteren Atemwege, primäre Sepsisfälle und Harnweginfektionen und deren zeitliche Assoziation zur Anwendung bestimmter medizinischer Verfahren (sogenannte Devices = invasive Beatmung, zentrale Gefäßkatheter [ZVK], Harnwegkatheter [HWK]) erfasst. Die Häufigkeit wird als Device-assoziierte Infektionen/1 000 Device-Tage – stratifiziert nach Art der Intensivstation – angegeben. Zusätzlich wird auf Intensivstationen das Auftreten einer Besiedlung/Infektion mit ausgewählten multiresistenten Erregern (MRE) erfasst. Krankenhausweit werden Patienten mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) und Clostridium difficile-assoziierte Diarrhö (CDAD) registriert.

Ergebnisse: Je nach Intensivstationsart und Infektion entwickeln sich zwischen 0,9 und 9,6 Device-assoziierte Infektionen pro 1 000 Device-Tage. Daraus berechnen sich circa 57 900 nosokomiale Infektionen auf Intensivstationen jährlich. Unter Intensivpatienten mit multiresistenten Erregern ist der MRSA der häufigste Erreger. Während die Häufigkeit von Patienten mit MRSA über die letzten Jahre stabil geblieben ist, steigt die Häufigkeit anderer MRE bei Intensivpatienten an. Krankenhausweit ist die Gefahr für den Neuerwerb von CDAD etwa doppelt so hoch wie für MRSA.

Schlussfolgerung: Die Entwicklung von Infektionen während des Intensivstationsaufenthaltes ist ein häufiges Ereignis. Obwohl Patienten mit MRE immer noch einen kleinen Anteil der Intensivpatienten ausmachen, steigt deren Zahl an. Zukünftige Präventionsstrategien sollten diesen Entwicklungen Rechnung tragen.

LNSLNS

Nosokomiale Infektionen gehören zu den häufigsten Komplikationen eines Kranken­haus­auf­enthaltes und erhöhen Morbidität und Mortalität (1, 2). Sie verlängern den Kranken­haus­auf­enthalt, erfordern mehr Diagnostik- und Behandlungsaufwand und sind mit Mehrkosten verbunden (3, 4). Das Auftreten von multiresistenten Erregern kann die Behandlung zusätzlich verkomplizieren. Zur Verbesserung der Patientensicherheit und Optimierung des Einsatzes zunehmend limitierter finanzieller Mittel, sollte der Prävention nosokomialer Infektionen sowie der Eindämmung multiresistenter Erreger eine besondere Bedeutung zukommen. National und international konnte man zeigen, dass die Aufzeichnung von nosokomialen Infektionen und deren Bewertung mit nachfolgender Anpassung von Infektionskontrollmaßnahmen (Surveillance) geeignet sind, nosokomiale Infektionen zu vermeiden (5–7). Im Infektionsschutzgesetz § 23 ist daher die Durchführung einer Surveillance gesetzlich verankert. Um die Effektivität der Surveillance zu verbessern, ist die Verfügbarkeit von Vergleichsdaten anderer Einrichtungen essenziell (8). Um für Deutschland die Bereitstellung solcher Referenzdaten sicherstellen zu können, wurde im Jahr 1996 mit dem Aufbau eines nationalen Surveillance-Systems, dem Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) für die wichtigsten nosokomialen Infektionen begonnen. KISS ist ein Projekt des Nationalen Referenzzentrums für die Surveillance nosokomialer Infektionen (NRZ) und hat sich zu einem nationalen Netzwerk mit mehr als 800 freiwillig teilnehmenden Krankenhäusern entwickelt. KISS ist modulartig aufgebaut und stellt Surveillance-Methoden und Referenzdaten zu unterschiedlichen infektionsrelevanten Endpunkten zur Verfügung. Unter Surveillance stehen nosokomiale Infektionen, die Häufigkeit von Patienten mit epidemiologisch relevanten Erregern (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus [MRSA], Vancomycin-resistente Enterokokken [VRE], Extended-Spectrum Beta-Lactamase bildende Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae [ESBL]), die Clostridium difficileassoziierte Diarrhö (CDAD) und weitere Indikatoren des Hygienemanagements wie Antibiotika- und Händedesinfektionsmittelverbräuche. Die für das Datenmanagement notwendige Software wird kostenlos zur Verfügung gestellt. KISS nutzt im Wesentlichen Daten, die im Rahmen der routinemäßigen Versorgung von Patienten erhoben werden, um daraus einen Erkenntnisgewinn zur Optimierung des Infektionspräventionsmanagements zu erzielen. Die Daten liefern aber auch wichtige Hinweise zur Epidemiologie nosokomialer Infektionen und relevanter Erreger in Deutschland. Im Folgenden werden epidemiologische Daten aus dem KISS zu nosokomialen Infektionen und deren Erregern und das Auftreten von Patienten mit multiresistenten Erregern (MRE) auf Intensivstationen sowie Daten zur Häufigkeit von Patienten mit MRSA und CDAD in Krankenhäusern vorgestellt.

Methode

Nosokomiale Infektionen und Patienten mit MRE auf Intensivstationen

Die Surveillance nosokomialer Infektionen auf Intensivstationen (ITS) wird im Modul ITS-KISS durchgeführt (9). Hierbei werden täglich immer zur gleichen Zeit die wichtigsten Basisdaten (Patienten, Patiententage, Patiententage mit Anwendung bestimmter medizinischer Verfahren (sogenannte Devices = invasive Beatmung, zentraler Gefäßkatheter [ZVK], Harnwegkatheter [HWK]) von den teilnehmenden Intensivstationen in Form einer Mitternachtsstatistik ermittelt. Alle Intensivpatienten werden im Hinblick auf die Neuentwicklung einer nosokomialen Infektion der unteren Atemwege (UAWI), primären Sepsis und Harnweginfektion prospektiv beobachtet. Die Diagnose trifft man anhand festgelegter Definitionen, die je nach Art der Infektion Kombinationen von mikrobiologischen und/oder radiologischen Befunden in Kombination mit klinischen Infektzeichen usw. umfassen (10). Zu jeder nosokomialen Infektion werden weitere Variablen wie zum Beispiel Infektionsdatum, zeitliche Assoziation der Infektion zu Devices (Beatmung beziehungsweise ZVK beziehungsweise HWK) und nachgewiesene Infektionserreger dokumentiert. Zusätzlich kann man eine Surveillance von Patienten mit MRSA, VRE und ESBL durchführen. Erfasst werden Patienten, bei denen MRE bekannt sind oder während der Behandlung neu festgestellt werden. Auch reine Kolonisationen oder bereits auf die ITS mitgebrachte MRE werden registriert. Die Durchführung von routinemäßigen Screeninguntersuchungen zur Feststellung von MRE ist vom KISS nicht vorgegeben und erfolgt nach den internen Festlegungen der einzelnen ITS. Bei Bekanntwerden eines MRE erfolgt eine Zuordnung des wahrscheinlichen Erwerbs des Erregers in „auf Station mitgebracht“ (MRE bei Aufnahme bekannt beziehungsweise Nachweis innerhalb der ersten 48 Stunden) und „bei Aufnahme nicht bekannt/nosokomial auf Station erworben“ (Erstnachweis später als 48 Stunden nach Aufnahme auf ITS). (Definition des Zeitintervalls zur Unterscheidung eines MRE in mitgebracht/nosokomial ist aktuell geändert in: mitgebracht = Nachweis am Aufenthaltstag 1 [Aufnahmetag], Aufenthaltstag 2 oder 3; nosokomial = Nachweis nach dem 3. Aufenthaltstag).

Die Häufigkeit von Patienten mit MRE wird als Prävalenz (Patienten mit MRE/100 Patienten) und die Häufigkeit des Neuerwerbs von MRE auf ITS als Inzidenzdichte (Patienten mit nosokomialen MRE/1 000 Patiententage) angegeben.

Für die Teilnahme am ITS-KISS ist der Besuch eines Einführungskurses Voraussetzung, in dem die Methodik der Surveillance vorgestellt und die Diagnose nosokomialer Infektionen anhand der Definitionen trainiert wird. Einmal jährlich wiederholen die Teilnehmer das Diagnostiktraining. Die Validität der Infektionsmeldungen und die Repräsentativität der ITS-KISS-Daten wurde in zwei Studien überprüft (11, 12).

Die Surveillance erfolgt auf circa 60 % der ITS durch Hygienefachpersonal und auf circa 30 % der ITS durch die Oberärzte beziehungsweise die hygienebeauftragten Ärzte der Station, in 10 % durch andere Mitarbeiter. Die Basisdaten einer ITS, die Infektionsdaten und die MRE werden in ein webbasiertes EDV-System eingeben. Hierüber erfolgt der Datenaustausch mit dem KISS und die Stationen können jederzeit eigene Auswertungen erstellen, die den Vergleich mit den vom KISS bereitgestellten Referenzdaten einschließt (13).

Zur Charakterisierung der Intensivstationen im Hinblick auf die Häufigkeit der Beatmungs-, ZVK- und Harnwegkatheteranwendung berechnet man Anwendungsraten für die Intensivstationen (Anzahl Beatmungs-, ZVK-, Harnwegkathetertage/100 Patiententage). Die Infektionen werden auf die Device-Tage standardisiert. Hierzu werden Device-assoziierte Infektionsraten berechnet, die zum Beispiel ausdrücken, wie viele ZVK-assoziierte primäre Sepsisfälle pro 1 000 ZVK-Tage aufgetreten sind (Anzahl ZVK-assoziierte primäre Sepsisfälle/Anzahl ZVK-Tage multipliziert mit 1 000). Analog berechnet man eine HWK-assoziierte Harnweginfektionsrate und eine beatmungsassoziierte Atemweginfektionsrate.

Um die unterschiedlichen Patientenpopulationen mit ihren verschiedenen Infektionsrisiken besser berücksichtigen zu können, werden die Infektionsraten für verschiedene ITS-Arten getrennt ausgewiesen (interdisziplinäre, chirurgische, internistische ITS usw.). Die interdisziplinären ITS werden zudem nach Krankenhausgröße unterschieden (< 400 Betten und ab 400 Betten). Um eine hohe statistische Sicherheit der Referenzdaten zu garantieren, berücksichtigen die jährlich aktualisierten Referenzdaten jeweils den vorangegangenen 5-Jahreszeitraum.

Hochrechnung zur Häufigkeit nosokomialer Infektionen auf Intensivstationen in Deutschland

Die im KISS generierten Daten sollen im Folgenden für eine Hochrechnung zum jährlichen Auftreten von nosokomialen Infektionen auf Intensivstationen in Deutschland genutzt werden. Für die Hochrechnung zur Häufigkeit nosokomialer Infektionen auf Intensivstationen in Deutschland für das Jahr 2008 wurden die Referenz-Anwendungsraten für ZVK, Harnwegkatheter, Beatmung und die Device-assoziierten Infektionsraten des ITS-KISS der Jahre 2005 bis 2009 und die Grunddaten der Krankenhäuser des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2008 verwendet (13, 14).

Patienten mit epidemiologisch relevanten Erregern im Krankenhaus

Die Häufigkeit des Auftretens von MRSA und CDAD im gesamten Krankenhaus wird in den KISS-Modulen MRSA-KISS bziehungsweise CDAD-KISS erfasst (15). Die Unterscheidung mitgebracht/nosokomial erfolgt nach identischer Zeitgrenze, wie zuvor unter ITS-KISS für die MRE-Surveillance beschrieben. Die Häufigkeit des Auftretens von Patienten mit MRSA und CDAD wird für jeweils ein Kalenderjahr ermittelt und auf die Anzahl der Patienten und Patiententage des Kalenderjahres des Krankenhauses bezogen. Als Ausdruck der Häufigkeit werden in beiden Modulen Prävalenzen für MRSA (Anzahl Fälle mit MRSA/100 Behandlungsfälle) beziehungsweise CDAD (Anzahl CDAD-Fälle/100 Behandlungsfälle) berechnet. Die Häufigkeit eines nosokomial erworbenen MRSA beziehungsweise des nosokomialen Auftretens von CDAD wird als Inzidenzdichte ausgedrückt (Anzahl nosokomialer MRSA beziehungsweise nosokomialer CDAD/ 1 000 Patiententage).

Ergebnisse

Nosokomiale Infektionen und deren Infektionserreger auf ITS

Von Januar 2005 bis Dezember 2009 haben 586 Intensivstationen Daten an ITS-KISS geliefert. Insgesamt sind so Daten von 1 651 941 Intensivpatienten mit 5 876 973 Intensivstationstagen in die Referenzdaten eingegangen. Grafik 1 (gif ppt) zeigt die Anzahl der beteiligten Intensivstationen stratifiziert nach Art der ITS. Die Device-assoziierten Infektionsraten für die Intensivstationsarten sind in Grafik 2 (gif ppt) dargestellt.

Bei 13 745 (88 %) der insgesamt 15 607 beatmungsassoziierten UAWI, 5 067 (100 %) ZVK-assoziierten laborbestätigten Sepsisfällen und 9 065 (97 %) der 9 357 HWK-assoziierten Harnweginfektionen, die sich auf Intensivstationen entwickelt haben, konnte ein Erreger identifiziert werden. Die Tabelle (gif ppt) zeigt die Anteile der nosokomialen Infektionen, bei denen der angegebene Erreger als Infektionserreger identifiziert werden konnte für die fünf häufigsten Erreger pro Infektionsart nach Art der ITS. Zum Teil sind hierbei gravierende Unterschiede zwischen den Intensivstationsarten festzustellen. So werden auf pädiatrischen Intensivstationen bei weniger als 1 % der beatmungsassoziierten UAWI MRSA als Erreger identifiziert, auf neurologischen ITS liegt der Anteil der MRSA-Infektionen unter den beatmungsassoziierten UAWI dagegen bei knapp 14 %.

Häufigkeit nosokomialer Infektionen auf Intensivstationen

Die aus dem KISS generierten Daten zur Device-Anwendungshäufigkeit und zur Häufigkeit der Entwicklung von nosokomialen Infektionen während der Anwendung von Devices erlauben Hochrechnungen zum jährlichen Auftreten nosokomialer Infektionen auf Intensivstationen in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ergaben sich im Jahr 2008 insgesamt 7 042 898 Patiententage auf ITS (14). Hieraus berechnen sich aus KISS 2,9 Mio. Beatmungstage (ITS-KISS-Beatmungsrate 41 %), 4,8 Mio. ZVK-Tage (ZVK-Anwendungsrate 68 %) und 5,7 Mio. HWK-Tage (HWK-Anwendungsrate 81 %). Für alle ITS-Arten wurde im KISS eine beatmungsassoziierte Infektionsrate für Atemwegsinfektionen von 6,53, für die ZVK-assoziierte Sepsis von 1,26 und für die HWK-assoziierten Harnweginfektionen von 1,97, jeweils pro 1 000 Device-Tage, ermittelt. Aus der Summe der Risikotage auf Intensivstationen und der Infektionshäufigkeit während solcher Risikotage resultieren jährlich circa 18 900 beatmungsassoziierte Infektionen der unteren Atemwege, 6 000 ZVK-assoziierte Sepsisfälle und 11 200 Harnwegkatheter-assoziierte Harnweginfektionen, insgesamt somit 36 100 Device-assoziierte Infektionen auf Intensivstationen. Aus einer repräsentativen Untersuchung zur Prävalenz nosokomialer Infektionen in Deutschland ist der Anteil der Device-assoziierten Infektionen unter diesen nosokomialen Infektionsarten (78 %) und der Anteil, den diese Infektionsarten an allen nosokomialen Infektionen haben (80 %), bekannt (16). Auf Basis dieser 36 100 Device-assoziierten Infektionen lässt sich so eine Gesamtzahl von 57 900 Infektionen schätzen, die sich pro Jahr auf Intensivstationen in Deutschland neu entwickeln.

Vorkommen von Patienten mit MRE auf ITS

345 Intensivstationen haben im Zeitraum von 2005 bis 2009 Daten zu Patienten mit MRE übermittelt. Unter den in dieser Zeit behandelten 946 485 Patienten (mit 3 456 110 Patiententagen) der Intensivstationen, war bei 13 468 ein MRSA, bei 3 466 ein ESBL und bei 1 260 ein VRE bereits bei Aufnahme bekannt oder während der Behandlung auf ITS festgestellt worden. Unter 751 Intensivpatienten ist somit durchschnittlich ein Patient mit VRE besiedelt oder infiziert. Dagegen findet sich ein ESBL durchschnittlich bereits bei jedem 273. Intensivpatienten und jeder 70. Intensivpatient ist in Deutschland mit MRSA kolonisiert oder infiziert. Die Grafik 3 (gif ppt) zeigt den gegenteiligen Trend bei der zeitlichen Entwicklung der Aufnahmeprävalenz von MRSA auf Intensivstationen und der Inzidenzdichte der nosokomial auf ITS erworbenen MRSA, woraus insgesamt ein hohes, aber stabiles Niveau des Vorkommens von Patienten mit MRSA auf ITS resultiert (Grafik 4 gif ppt). Im Gegensatz hierzu steigt die Häufigkeit von Patienten mit VRE und insbesondere mit ESBL von 2005 bis 2009 an (Grafik 4).

Patienten mit MRSA und CDAD in Krankenhäusern

59 Krankenhäuser mit 1 565 084 Patienten haben Daten zur Häufigkeit von Patienten mit CDAD und 184 Krankenhäuser mit 3 283 136 Patienten haben Daten zur Häufigkeit des Auftretens von Patienten mit MRSA für das Jahr 2008 an KISS gemeldet. Pro Krankenhaus ergeben sich durchschnittlich 96 CDAD-Fälle und 134 MRSA-Fälle pro Jahr. Dies entspricht einer Krankenhausprävalenz von 0,35 für CDAD und 0,75 für MRSA. Es handelt sich bei den pro Jahr in Krankenhäusern behandelten Fällen von Patienten mit MRSA zu 75 % um mitgebrachte MRSA-Besiedlungen/Infektionen, bei denen der MRSA entweder bereits in vorangegangenen Aufenthalten, aus anderen Krankenhäusern oder medizinischen Einrichtungen oder über andere Wege erworben war. Dagegen dreht sich dieses Verhältnis für CDAD mit einem Anteil von 70 % nosokomialer Fälle nahezu um. Während eines Kranken­haus­auf­enthaltes ist die Gefahr, an CDAD zu erkranken, fast doppelt so hoch wie das Risiko eines Neuerwerbs von MRSA (Grafik 5 gif ppt).

Diskussion

Primäre Ziele des KISS sind die Bereitstellung einer einheitlichen Surveillance-Methode und von Vergleichswerten für das interne Qualitätsmanagement. Die hierbei gewonnen Daten wurden in der vorliegenden Arbeit genutzt, um Aussagen zur Häufigkeit von nosokomialen Infektionen und zum Auftreten epidemiologisch relevanter Erreger in Deutschland treffen zu können.

Im Zeitraum von 2005 bis 2009 haben 586 ITS Daten zu nosokomialen Infektionen an KISS übermittelt. Hochrechnungen auf der Basis der KISS-Daten zu nosokomialen Infektionen ergeben eine Häufigkeit von jährlich 57 900 neu erworbenen Infektionen auf Intensivstationen in Deutschland. In verschiedenen Studien konnten durch Einführung von verschiedenen Infektionskontrollstrategien Reduktionen zwischen 11 % und 55 % erreicht werden, wodurch sich ein Präventionspotenzial relevanten Umfangs ergibt (17).

Die nach Intensivstationsarten stratifizierten Infektionsraten zeigen zum Teil starke Unterschiede auf. Die Unterschiede in den Infektionshäufigkeiten spiegeln die Risikostrukturen der unterschiedlichen Populationen auf den Intensivstationen wider. So ist beispielsweise bei thorakalen Eingriffen oder einer Vigilanzminderung ein erhöhtes Pneumonierisiko bekannt, das sich in vergleichsweise höheren beatmungsassoziierten UAWI-Raten auf kardiochirurgischen und neurochirurgischen Intensivstationen zeigt. Aber auch die Altersstruktur der behandelten Patienten auf unterschiedlichen Intensivstationsarten beeinflusst die Höhe von Infektionsraten, was in vergleichsweise niedrigen Infektionsraten für Harnweginfektionen und Infektionen der unteren Atemwege auf pädiatrischen Intensivstationen seinen Ausdruck findet. Diese Unterschiede unterstreichen die Wichtigkeit von separat ausgewiesenen Vergleichsdaten für die einzelnen ITS-Arten. Das weltweit größte Surveillance-System für nosokomiale Infektionen in den USA, das NHSN, welches eine annähernd identische Surveillancemethode wie das KISS anwendet, stratifiziert die im System generierten Infektionsraten ebenfalls nach Intensivstationsarten (18). Auch hier zeigen sich Unterschiede in den Infektionshäufigkeiten beim Vergleich der einzelnen Intensivstationsarten. Die Maximalwerte der US-amerikanischen Infektionsraten liegen für die ZVK-assoziierte Sepsis und die Harnwegkatheter-assoziierten Harnweginfektionsraten höher als im deutschen KISS. Diese sind allerdings in Intensivstationsarten festzustellen, die in ITS-KISS nicht vertreten sind (zum Beispiel Schwerbrandverletzte). Beim Vergleich von Infektionsraten identischer Intensivstationsarten in den USA und Deutschland fallen die Unterschiede gering aus. So liegt beispielsweise die ZVK-assoziierte Sepsisrate für neurologische Intensivstationen im KISS bei 1,3 und in den USA bei 1,4 ZVK-assoziierte Sepsisfälle/1 000 ZVK-Tage.

Im ITS-KISS zeigen sich starke Unterschiede in den häufigsten Erregern nosokomialer Infektionen pro ITS-Art. Eine Untersuchung aus Spanien konnte zeigen, dass bei der Verteilung der Erreger der beatmungsassoziierten Pneumonie zwischen verschiedenen Intensivstationen zum Teil deutliche Unterschiede festzustellen sind (19). Der verursachende Erreger wird zu einem großen Teil von patienteneigenen Faktoren (Grundkrankheiten, Beatmungsdauer, vorangegangene Antibiotikatherapie) bestimmt (20). Es existieren lediglich drei Studien zu Erregerverteilungen, bei denen die Daten auf einer großen Anzahl von Intensivstationen erhoben wurden und die die Art der Intensivstationen berücksichtigen (21–23). Das KISS ist die einzige Quelle in Deutschland für solche nach einheitlicher Methodik in größerem Umfang generierten Vergleichsdaten.

Zur Resistenzsituation von zum Beispiel Staphylococcus aureus stehen auch Daten der Paul-Ehrlich-Gesellschaft (PEG) zur Verfügung (24). Hierbei handelt es sich jedoch um mikrobiologische Labordaten zur Resistenzrate bezogen auf getestete Erreger ohne Populationsbezug, so dass direkte Vergleiche von Daten des KISS mit denen der PEG kaum möglich sind. Feststellbar ist jedoch in beiden Systemen, dass MRSA sowohl als Resistenzrate in den PEG-Daten, als auch populationsbezogen in ITS-KISS inzwischen ein stabiles Niveau erreicht zu haben scheinen (25). Die Häufigkeit von Patienten mit VRE und ESBL auf Intensivstationen steigt dagegen. Im Krankenhaus ist das Risiko eines Neuerwerbs für eine CDAD höher als für den eines MRSA. Hier zeichnen sich Problembereiche ab, deren Entwicklung besonders aufmerksam verfolgt werden sollte. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, werden die Möglichkeiten einer Erreger-Surveillance im KISS ab dem Jahr 2012 erweitert.

Interessenkonflikt
Die Autorinnen erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 15. 6. 2010, revidierte Fassung angenommen: 13. 10. 2010

Anschrift für die Verfasserinnen
Dr. med. Christine Geffers

Institut für Hygiene und Umweltmedizin

Charité – Universitätsmedizin Berlin

Hindenburgdamm 27

12203 Berlin

E-Mail: christine.geffers@charite.de

Summary

Nosocomial Infections and Multidrug-Resistant Organisms in Germany—Epidemiological Data From KISS (The Hospital Infection Surveillance System)

Background: More than 800 hospitals and 586 intensive care units (ICUs) in Germany currently participate in a nationwide surveillance system for nosocomial infections (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System, KISS), which collects data on the frequency of nosocomial infections and pathogens and on the appearance of pathogens of special epidemiological importance.

Methods: Data were collected from ICUs regarding lower respiratory tract infections, primary sepsis, and urinary tract infections and on the temporal relation of these types of infection to the use of specific medical devices (invasive ventilation, central venous catheters, and urinary catheters). On the basis of these data, device-associated infection rates (number of infection per 1000 device days) were calculated for different types of ICUs. KISS also collected data on all ICU patients colonized or infected with selected multidrug-resistant organisms (MDRO) and on all hospitalized patients with methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) and Clostridium difficile-associated diarrhea (CDAD).

Results: Device-associated infection rates ranged from 0.9 to 9.6 per 1000 device-days, depending on the type of infection and the type of ICU. An extrapolation from these figures yields an estimate of 57 900 ICU-acquired infections occurring in Germany each year. The most common MDRO in ICU patients is MRSA. The frequency of MRSA has remained stable in recent years, but that of other MDROs among ICU patients is rising. Hospitalized patients are twice as likely to acquire CDAD as they are to acquire MRSA.

Conclusion: Nosocomial infections are common in the ICU. The percentage of ICU patients with MDRO is low, but rising. Future preventive strategies must address this development.

Zitierweise Geffers C, Gastmeier P: Nosocomial infections and multidrug-resistant organisms in Germany—epidemiological data from KISS (The Hospital Infection Surveillance System). Dtsch Arztebl Int 2011; 108(6): 87–93. DOI: 10.3238/arztebl.2011.0087

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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