ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2011Apparatemedizin: Mehr Aufklärung und Informationsmaterial gewünscht

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Apparatemedizin: Mehr Aufklärung und Informationsmaterial gewünscht

Dtsch Arztebl 2011; 108(8): A-400 / B-324 / C-324

Krüger-Brand, Heike E.

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Nuklearmedizinische Untersuchung mit einer Einkopf-Kamera am Universitätsklinikum Jena Foto: dpa
Nuklearmedizinische Untersuchung mit einer Einkopf-Kamera am Universitätsklinikum Jena Foto: dpa

Zwei Drittel der Bürger in Deutschland fühlen sich über die Möglichkeiten der apparativen Medizin nicht ausreichend informiert. Mit dem Bildungsgrad steigt zudem die Informationsnachfrage zur bestmöglichen Apparatemedizin. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Grundlagenstudie der Hochschule Augsburg, die durch Siemens Deutschland, Sector Healthcare, finanziert wurde. An der schriftlichen Befragung nahmen 1 043 Erwachsene teil. Davon ordneten sich 38 Prozent als gesund und 60 Prozent als krank ein. Ziel des Kommunikationsforschungsprojekts ist die Förderung des souveränen Bürgers für künftige Mitverantwortung speziell auf dem Gebiet der apparativen Medizin und in der Prävention.

Nach der Studie sind Wissensstand und Informationsinteressen zum Thema stark abhängig von früheren Erfahrungen mit medizinischen Apparaten. Die meisten Erfahrungen sammeln die Bürger auf dem Gebiet der Apparatemedizin bei Fachärzten mit 87 Prozent, gefolgt vom Krankenhaus (73 Prozent), Zahnarzt (67 Prozent) und Hausarzt (52 Prozent).

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An erster Stelle bei Männern und Frauen stehen dabei Erfahrungen mit Röntgengeräten. Die größte Nachfrage nach Informationen lösen erlebte MRT-Untersuchungen (Magnetresonanztherapie) oder Bestrahlungen aus. Zu den drei am meisten vermissten Aufklärungsthemen zählen Informationen zur Strahlendosis, zum Ablauf von Untersuchungen und zum technischen Stand der Apparate.

Der Trend zur Information aus erster Hand bringt neue Herausforderungen für Hersteller im Gesundheitssektor, die sich bisher hauptsächlich auf Ärzte und Kliniken konzentriert haben. Künftig rückt die gemeinsame Kommunikation mit Endverbrauchern und Patienten stärker in den Fokus.

68 Prozent der Befragten hätten gerne mehr Informationsmaterial über medizinische Apparate für den eigenen Gebrauch in der Hand. Die Interessierten an solchen Informationsmitteln wollen zu 47 Prozent einen Patientenpass mit einem Vermerk zu ihren bisherigen Inanspruchnahmen von Apparaten. 38 Prozent erwarten aus Broschüren oder Patientenmagazinen von Praxen und Kliniken Informationen zur Apparatemedizin. Herstellerinformationen in Form von Broschüren stehen bei den gedruckten Unterlagen mit 18 Prozent Bedarf an sechster Stelle der Informationsmittel. Informationen unter www.prof-riegl.de KBr

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