ArchivDeutsches Ärzteblatt42/1997Schlaganfälle bei niedrigdosierten oralen Kontrazeptiva

MEDIZIN: Referiert

Schlaganfälle bei niedrigdosierten oralen Kontrazeptiva

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LNSLNS Epidemiologische Studien zeigten erhöhte Risiken für Schlaganfälle und venöse Thrombosen bei Benutzerinnen von oralen Kontrazeptiva. Dabei wurde jedoch nicht zwischen verschiedenen Typen hormoneller Verhütungsmittel mit unterschiedlich hohem Östrogenanteil unterschieden. Da heutzutage sogenannte "Mikropillen" mit einem Östrogengehalt von 30 bis 35 Mikrogramm am häufigsten verwendet werden, beschränkte sich diese bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie auf diese Präparate. Unter den 1,1 Millionen weiblichen Mitgliedern des "California Kaiser Permanent Medical Care Program" im Alter von 15 bis 44 Jahren wurden von 1991 bis 1994 alle Schlaganfälle, sowohl hämorrhagischen als auch ischämischen Ursprungs, registriert und entweder die Frau selbst oder ein Angehöriger (zum Beispiel der Partner) über die Einnahme oraler Kontrazeptiva befragt. Dabei wurden 295 Schlaganfallpatientinnen mit ebenso vielen Frauen ohne diese Erkrankung hinsichtlich ihrer Verhütungsmethoden verglichen. Nach Adjustierung der Daten für andere Risikofaktoren für Schlaganfälle wie Hypertonie oder Diabetes erhöhten die niedrigdosierten oralen Kontrazeptiva das Risiko nicht signifikant. Es zeigte sich jedoch eine positive Assoziation zwischen der Einnahme dieser Präparate, gleichzeitigem Rauchen und Schlaganfällen. silk
Petitti DB, Sidney S, Bernstein A et al.: Stroke in users of lowdose oral contraceptives. N Engl J Med 1996; 335: 8-15.
Dr. Petitti, Research and Evaluation, SCPMG, 393 E. Walnut St., Pasadena, CA 91188, USA.


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