ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2011Kodierrichtlinien: Auch der letzte Zweifler verstummt

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Kodierrichtlinien: Auch der letzte Zweifler verstummt

Dtsch Arztebl 2011; 108(8): A-395

Baumann, Walter

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Ärzte können punkten. Das ist uns vertraut. Erst Punkte sammeln und später zusammenzählen, was dabei herausgekommen ist. Dabei ging der Einführung der Ambulanten Kodierrichtlinien doch eine tolle Kosten-Nutzen-Analyse durch die Verantwortlichen voraus. Kosten für die Ärzteschaft: eine rote Null. Soll heißen, Bürokratieaufwand für den niedergelassen Arzt = null („wie bisher“), Kosten aufseiten der Körperschaften zu vernachlässigen („Peanuts, die in den Beitragszahlungen gar nicht auffallen“). Auch bei geringem oder nur vagem Nutzen ergibt sich hieraus eine so extrem günstige Relation zwischen Kosten und Nutzen, dass eine genauere Nutzenbetrachtung im Grunde unterbleiben kann. Ein Hinweis, dass sich der Geldregen über die niedergelassenen Ärzte in gleicher Weise ergießen werde, wie über die Krankenhäuser aufgrund der Kodierrichtlinien bei Einführung des Fallpauschalensystems im Jahr 2003, wird auch den letzten Zweifler zum Verstummen bringen, dem die Aussicht auf eine angemessene Vergütung nicht reicht, die mit Einführung der AKR verbunden sein soll . . .

Dr. med. Walter Baumann, 80331 München

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