ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2011Haarglättungsmittel: Mit Formaldehyd gesundheitsschädlich

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Haarglättungsmittel: Mit Formaldehyd gesundheitsschädlich

EB

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Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin rät vom Gebrauch von Haarglättungsmitteln ab, die Formaldehyd in teilweise hohen Konzentrationen enthalten. Aufgefallen waren den Überwachungsbehörden Mittel, die freies Formaldehyd in Konzentrationen von 1,7 bis 1,8 Prozent enthielten. Die Freisetzung von Formaldehyd aus den untersuchten Mitteln ist so hoch, dass Reizungen von Haut, Schleimhaut, Augen und Atemwegen sowie allergische Reaktionen der Haut möglich sind. Der Stoff ist außerdem vom BfR als krebserzeugend eingestuft worden.

Formaldehyd kann Krebs im Nasen-Rachen-Raum auslösen. Neuerdings wird auch ein möglicher Zusammenhang mit dem Auftreten der myeloischen Leukämie diskutiert.

In der Europäischen Union ist Formaldehyd für die Anwendung in Haarglättungsmitteln nicht zugelassen. Offenbar beziehen Verbraucher und Frisiersalons aber mittels Direktimport oder über das Internet Produkte aus dem Ausland, ohne zu wissen, dass diese schädlich sind. EB

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