ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2011Randnotiz: Digitale Infektion
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Wenn die Demokratie uns die Freiheit der Meinungsäußerung gibt, so ermöglicht es das Internet, diese weltweit zu verbreiten. Ob das immer wünschenswert ist, sei dahingestellt. Virusartig, geradezu pandemisch, breiten sich deshalb die „Social Networks“ aus. Sie heißen Facebook, Myspace, Twitter, LindIn, Xing, um nur die prominentesten zu nennen. Diese Internetseiten bieten den Benutzern die Möglichkeit, einen hohen Prozentsatz ihres Lebensinhalts in das Internet zu laden.

Diese Entwicklung hat großes Potenzial – auch für die Medizin. Der Einsatz dieses „sozialen Virus“ lässt sich hervorragend für Lehre und Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Dazu ein Beispiel: Moderne Technologien, wie ein modifizierter I-Pod, ersetzten laut dpa am Städtischen Klinikum in Köln-Merheim bei 40 operativen Eingriffen die Workstation. Der I-Pod war nicht nur sehr viel handlicher, sondern auch billiger als die eher plumpe Standardausrüstung.

Die Kombination von I-Pods im Taschenformat mit „Social Networks“ könnte sowohl Operationen (wenn ein Assistenzarzt schnelle Hilfe braucht) als auch den Studentenunterricht vereinfachen.

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Man sollte daher nicht allergisch auf das Potenzial dieser Technologie regieren, allerdings sollte sie mit Bedacht genutzt werden. Das heißt, dass die Nachrichten (Tweets) des Arztes professionell bleiben und die Patienten(daten) geschützt sind. Der Virus sollte im menschlichen Organismus ja nicht die Oberhand gewinnen.

Es gibt noch einen Anreiz: Viele Studenten nutzen Twitter und Facebook, um die Arbeits- und Denkweise ihrer Professoren zu kommentieren. Das könnten – umgekehrt – die Professoren doch auch.

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