ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2011Christoph Klein: Der unermüdliche Gen-Detektiv

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Christoph Klein: Der unermüdliche Gen-Detektiv

Schmitt-Sausen, Nora

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Christoph Klein Foto: MHH-Pressestelle
Christoph Klein
Foto: MHH-Pressestelle

Prof. Dr. med. Christoph Klein widmet sich einem der anspruchsvollsten Gebiete der Medizin: wenig erforschten Erkrankungen. Für ihren leidenschaftlichen Einsatz erhielten er und sein interdisziplinäres Team aus Hannover und Heidelberg nun den mit 50 000 Euro dotierten „Eva Luise Köhler Forschungspreis für seltene Erkrankungen“.

Klein, Spezialist für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, entwickelte mit seinen Mitstreitern eine Gentherapie für Kinder mit Wiskott-Aldrich-Syndrom (WAS). Für Klein sind Kinder mit seltenen genetischen Defekten „die Schwächsten der Schwachen“. Sie müssten leiden, weil viele Erkrankungen immer noch als unheilbar gelten und Ursachen unerforscht blieben. „Dabei handelt es sich oftmals nur um kleine Webfehler in den Genen“, sagt er. Die Suche nach den Mutationen bezeichnet Klein als „schwierige Detektivarbeit“ – doch der 46-Jährige betreibt diese Spurensuche unermüdlich.

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Seine wegweisenden gentechnischen Analysen haben dem renommierten Wissenschaftler schon viele Auszeichnungen eingebracht. Erst im vergangenen Jahr erhielt Klein den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Klein lernte, praktizierte und forschte in München, Paris, Freiburg sowie an der Harvard-Universität in Boston, USA. Gut zehn Jahre arbeitete er an der Medizinischen Hochschule Hannover. Seit diesem Monat ist er Inhaber des Lehrstuhls für Kinder- und Jugendmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Direktor der Kinderklinik und Kinderpoliklinik im dortigen Kinderspital. Nora Schmitt-Sausen

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