ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2011Kulturkalender: Eine spannende Entdeckungsreise

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Kulturkalender: Eine spannende Entdeckungsreise

Schuchart, Sabine

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Alle vier Wochen stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

Herford

Bis 22. Mai:

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Things are Queer

Die schier überwältigende Anzahl von mehr als 60 000 Kunstwerken hat die italienische Großbank Unicredit, zu der die deutsche Hypovereinsbank gehört, in ihrer Sammlung zusammengetragen. Darin sind alte Meister wie Dosso Dossi oder Canaletto ebenso vertreten wie Klassiker der Moderne von Yves Klein über Fernand Léger und Kurt Schwitters bis hin zu Giorgio de Chirico (Bild: „Cocomeri con corazze e paesaggio“, 1924, Öl auf Leinwand, 74 × 100 cm) oder auch zeitgenössische Künstler von Andreas Gursky und Candida Höfer über Erwin Wurm bis hin zu Gerhard Richter. Unter dem Titel „Things are Queer“ („Die Dinge sind seltsam“) ist seit dem 12. März erstmals in Deutschland eine hochkarätige Auswahl der gewaltigen Unternehmenssammlung ausgestellt. Die Exponate werden in einzelnen Themenräumen präsentiert: Diese sind zum Beispiel Erscheinungen der Natur, der Städte und des Alltags gewidmet wie auch Phänomenen zwischen Ordnung und Chaos, zwischen Imagination und Realität.

Marta, Goebenstraße 4–10, Di.–So. 11–18, 1. Mi. im Monat 11–21 Uhr

Leverkusen

Bis 22. Mai:

Radical Shift. Die Kunst Argentiniens

Radikale Umbrüche kennzeichnen die argentinische Kunst der letzten fünf Jahrzehnte. Die Ausstellung spannt einen Bogen von der politischen Konzeptkunst der 60er Jahre über die Auseinandersetzung mit der Epoche der Diktatur (1976 bis 1983) bis hin zu zeitgenössischen Werken. Die Künstler der jüngeren Generation beschäftigen sich insbesondere mit der Frage einer nationalen Identität und existenziellen menschlichen Erfahrungen.

Museum Morsbroich, Gustav-Heinemann-Straße 80, Di. –So. 11–17, Do. 11–21 Uhr

München

6. April bis 10. Juli:

Cy Twombly. Fotografien 1951–2010

Nach Picassos Künstlerbüchern widmet das Museum Brandhorst, das 2009 eröffnet wurde, seine zweite Ausstellung Cy Twombly: Allerdings geht es nicht um die Gemälde, Zeichnungen oder Plastiken des US-Künstlers, sondern um sein umfangreiches fotografisches Œuvre, das weitaus weniger bekannt ist. Seinen Umgang mit dem Medium beleuchten circa 120 Arbeiten aus etwa 60 Jahren. Sie zeigen Twomblys motivische Vielfalt – von Blumenstillleben und Landschaften bis hin zu Atelieraufnahmen – und machen deutlich, welches Licht und welche Atmosphäre er in der Fotografie bevorzugt.

Museum Brandhorst, Theresienstraße 35 a, Di. –So. 10–18, Do. 10–20 Uhr

Stuttgart

Bis 3. Juli:

John Constable. Maler der Natur

Foto: Victoria and Albert Museum, London
Foto: Victoria and Albert Museum, London

Zwischen 1805 und 1809 entstand John Constables Ölbild „Tal des Flusses Stour“ (Foto). Dem Romantiker, der mit fesselnden Freilichtstudien seiner südenglischen Heimat die Landschaftskunst des 19. Jahrhunderts entscheidend prägte, widmet die Staatsgalerie eine alle Schaffensphasen umfassende Ausstellung. Die insgesamt 85 Gemälde, Ölskizzen, Zeichnungen und Aquarelle stammen aus dem Londoner Victoria and Albert Museum. Trotz seines großen Einflusses auf die Impressionisten und die Schule von Barbizon stand Constable lange im Schatten seines Zeitgenossen William Turner und ist hierzulande kaum bekannt. Die erste deutsche Werkschau des Malers lädt dazu ein, seine poetischen Naturvisionen zu entdecken.

Staatsgalerie, Konrad-Adenauer-Straße 30–32, Mi./Fr./Sa./So. 10–18, Di./Do. 10–20 Uhr

Sabine Schuchart

Der besondere Tipp

Foto: Fundación Yannick y Ben Jakober, Mallorca, Spanien
Foto: Fundación Yannick y Ben Jakober, Mallorca, Spanien

Kinder-Bilder

Wie hat sich im Laufe der Jahrhunderte die Einstellung zu Kindern und zum Kindsein verändert? Wie nahmen Künstler von der Renaissance bis zur Gegenwart die Heranwachsenden wahr? Circa 140 Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Videos bieten im österreichischen Krems einen Überblick über die faszinierende Gattung des Kinderporträts. Klassische Künstler wie auch Vertreter der jüngeren Generation – von Gortzius Geldorp und Joshua Reynolds über Friedrich Schadow, Franz Lenbach und Picasso bis hin zu Marianna Gartner und Elke Krystufek – belegen, wie die Entwicklung verlief: von genrehaften und romantisierenden Darstellungen als Amor, Engel oder Christuskind und Repräsentanten ihres Standes bis hin zu zeitgenössischen Abbildungen. (Foto: Brustbild eines nackten Kindes, nordniederländische Schule, 1580/1590)

„Von Engeln & Bengeln. 400 Jahre Kinder im Porträt“: Kunsthalle Krems, Franz-Zeller Platz 3, A-3500 Krems, täglich 10–18 Uhr (bis 3. Juli).

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