ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2011Patienten ohne Papiere: Freier Zugang zur Versorgung

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Patienten ohne Papiere: Freier Zugang zur Versorgung

Korzilius, Heike

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Die Hilfsorganisation „Ärzte der Welt“ appelliert an die politischen Entscheidungsträger in 14 europäischen Ländern, Patienten ohne legalen Aufenthaltsstatus den Zugang zur medizinischen Versorgung zu erleichtern. Der „Europäischen Erklärung Freier Zugang zur medizinischen Versorgung für Menschen ohne Papiere“ hat sich auch der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer angeschlossen. Die Petition kann online unter www.huma-network.org unterzeichnet werden.

In der Erklärung fordert „Ärzte der Welt“, dass der Aufenthaltsstatus der Patientinnen und Patienten kein Kriterium für die Art, den Umfang und die Dauer medizinischer Versorgung sein darf. Außerdem müsse der Staat die Behandlungskosten der „illegalen“ Patienten übernehmen, wenn diese mittellos seien. Die Organisation lehnt zudem die Weitergabe von Patientendaten an Ausländerbehörden strikt ab und verlangt, dass das Personal im Gesundheitswesen ebenso wie die Betroffenen über ihre Rechte und die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung von Patienten ohne legalen Aufenthaltsstatus informiert werden.

Eine Umfrage der Hilfsorganisation aus dem Jahr 2009 war zu dem Ergebnis gekommen, dass weniger als die Hälfte der 1 100 befragten „illegalen“ Patienten die Behandlung erhielten, die medizinisch notwendig gewesen wäre. HK

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