SPEKTRUM: Leserbriefe

PST: Hokus-Pokus

Marx, H. H.

Zu dem Beitrag "Pulsierende Signal-Therapie: Alternativmethode als ,finanzielles Zubrot'" von Dr. Sabine Glöser in Heft 36/1997:
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LNSLNS Die Methode, durch Hokus-Pokus zusätzliche private Einkommensquellen zu erschließen, hat offensichtlich bereits Ausmaße angenommen, die mancherorts eine seriöse Praxisführung in Frage stellen. Unter dem Vorwand, die Patienten wünschten von sich aus eine Behandlung mit sogenannter Sauerstoffblutwäsche, Kolon-Hydrotherapie (natürlich zur "Entschlackung"!) oder Bioresonanztherapie, wird bar abkassiert, obwohl dadurch allenfalls vorübergehend subjektive Besserung von Befindlichkeitsstörungen zu erreichen sind. Diesem Niveau hat sich auch bereits die Leitung des Medica-Kongresses angepaßt, indem sie nämlich nicht nur weiterhin Seminare für "Ozon als Therapeutikum", sondern jetzt sogar "Alternative Einkommensquellen für (nicht nur GSGgeschädigte) Ärzte" anbietet.
Als höchst zweifelhaftes Argument wird gerne vorgeschoben: Wer heilt, hat recht, obwohl mit solchen Methoden in aller Regel keinesfalls eine dauerhafte und organisch nachweisbare "Heilung" zu erzielen ist. Das gilt auch für die Akupunktur oder die Homöopathie, deren Wirksamkeit allein im Bereich der Magie anzusetzen ist.
Prof. Dr. med. H. H. Marx, Robert-Bosch-Straße 6, 70192 Stuttgart
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