ArchivDeutsches Ärzteblatt43/1997Telefonische EKG-Überwachung

VARIA: Technik für den Arzt

Telefonische EKG-Überwachung

Marx, Catrin

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LNSLNS EKG-Übertragung durch Telefon ist seit Jahren bekannt. Während früher nur eine EKG-Ableitung übermittelt werden konnte, ist es heute möglich, bis zu 12 EKG-Ableitungen über das Telefon an eines der vier Überwachungszentren, Städtisches Krankenhaus München-Harlaching, Herzüberwachungszentrum Bad Godesberg, Tele EKG-Zentrale Essen Kettwig und das Klinikum Remscheid, zu übertragen. Für die telefonische EKG-Übermittlung stehen zwei Gerätetypen zur Verfügung, ein 9-Kanal- und ein 12-KanalEKG. Das 9-Kanal-EKG, das nicht größer als ein Rasierapparat ist, ist für Patienten bestimmt, die sich dieses EKG - nach Anlernen - selbst abnehmen können, um es dann an eine Zentrale zu übermitteln. Das 12-Kanal-EKG erfordert fachkundiges Personal.
Nach Eingehen des EKG in der Zentrale vergleicht der diensthabende Arzt das EKG mit dem bereits im Patientenstammblatt vorliegenden Vorbefund. Der Arzt schaut nach den Vorerkrankungen und kann dann den Patienten zurückrufen. Aufgrund des übermittelten EKG kann er dem Patienten klare Anweisungen geben. Dieses System der EKG- Überwachung hat sich besonders bei Vorhofflimmern, welches unregelmäßig und nicht konstant auftritt, anfallweisem Herzjagen, gefährdenden Rhythmusstörungen aus der Herzkammer, Erkrankungen der Herzkranzgefäße, speziell nach Herzinfarkt, oder bei KHK-Patienten im Urlaub bewährt. Ein weiterer Vorteil ist die genaue Überwachung von Wirkungen und Nebenwirkungen bei medikamentöser Einstellung. Wenn ein Patient sich entschließt, an dieser Überwachung teilzunehmen, kann er das Gerät kaufen oder auch leasen, hinzu kommt eine monatliche Gebühr an das beratende Zentrum. Die Kosten werden bislang noch nicht von der Krankenkasse übernommen. Weitere Informationen sind über die erwähnten Zentren zu erhalten. et
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