ArchivDeutsches Ärzteblatt44/1997Klinischer Atlas: Standardwerk

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Klinischer Atlas: Standardwerk

Krieglstein, Günter K.

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LNSLNS Gerd E. Gross, Renzo Barrasso (Editors): Human papilloma virus infection. A clinical atlas, Ullstein Mosby, Berlin, Wiesbaden, 1997, 432 Seiten, gebunden, 298 DM
Infektionen mit dem humanen Papillomavirus (HPV) sind nicht selten. Sie führen zu einer großen Vielzahl warzenähnlicher Veränderungen der Haut und Schleimhaut bis hin zu präkanzerösen und kanzerösen Befunden. Die Prävalenz dieser Infektion in der Bevölkerung wird mit 30 bis 50 Prozent sehr hoch eingeschätzt. Der Atlas stellt ein exquisit illustriertes Standardwerk dieser klinischen Befunde dar. Trotz der fachübergreifenden Darstellung der Problematik ist eine erstaunliche Homogenität der Inhalte gelungen. Die Illustration der Krankheitsbilder, begleitend mit den typischen pathohistologischen Befunden und instruktiven Schemata, läßt keine Wünsche offen. Der für die großformatigen Abbildungen begleitende Text ist kurz, prägnant und einprägsam. In einem ersten Kapitel wird die Pathologie der Papillomavirusinfektionen beim Menschen einschließlich der Epidemiologie und der Onkogenese dargestellt. In einem zweiten Kapitel werden die grundsätzlichen Prinzipien der Diagnose und in einem weiteren Kapitel die Behandlung dargestellt. Die folgenden Abschnitte sind jeweils unterteilt in Diagnostik und Behandlung, die verschiedenen Organsysteme betreffend. Alle Abschnitte werden von mehr als 600 farbigen Abbildungen in Großformat mit entsprechenden histopathologischen Befunden und informationskonzentrierten Schemata begleitet. Der dargestellte Problemkreis berührt Dermatologie, Venerologie, Urologie, Stomatologie und Ophthalmologie. Die beigefügte Bibliographie gibt eine gute Zusammenstellung wichtiger Sekundärliteratur, der Index am Ende dieses Standardwerkes ist kurz gefaßt, übersichtlich und erlaubt eine rasche Orientierung zu wichtigen Stichpunkten.
Insgesamt ein schöner Atlas, der in eindrücklicher Weise in einer Zeit zunehmender Subspezialierung einen fächerübergreifenden klinischen Problembereich vorzüglich darstellt. Hier liegt ein Standardwerk vor, das seine Gültigkeit und seinen Informationswert wohl sehr lange behalten wird.
Günter K. Krieglstein,
Köln
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