ArchivDeutsches Ärzteblatt12/1996Ausland: Unterschiedliches Anforderungsprofil
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LNSLNS Jeder amerikanische Arzt ist mit Ablegen des berufsbefähigenden Examens "Medical Doctor", ebenso wie amerikanische Juristen mit "J. D." abschließen. Dieser unserer Approbation ähnelnde akademische Abschluß ist schwerlich einer wissenschaftlichen Qualifikation im Sinne einer Promotion gleichzusetzen. Mediziner und andere Akademiker, die sich der Forschung widmen, erwerben – unabhängig vom M. D. – Titel wie "Doctor of Philosophy" (Ph. D., auch für naturwissenschaftliche Fragestellungen), "Doctor of Public Health" (D. P. H.) etc. In der Bundesrepublik werden akademische Abschlüsse aus anderen Ländern unter bestimmten Voraussetzungen anerkannt, wodurch manche Kollegen einen Doktor-Titel führen dürfen, ohne jemals wissenschaftlich gearbeitet zu haben. Korrekterweise gehört in diesen Fällen das Herkunftsland oder die entsprechende Universität hinter den Titel in Klammern gestellt. Wie schwierig der Vergleich der beiden Systeme miteinander ist, zeigt das deutlich unterschiedliche Anforderungsprofil, welches an eine Habilitation oder Professur nach US-amerikanischen oder bundesdeutschen Maßstäben gestellt wird.
Dr. med. Markus A. Rose M.S.P., Farnweg 44, 53721 Siegburg
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