ArchivDeutsches Ärzteblatt44/1997Strahlenversuche an Menschen

POLITIK: Nachrichten - Ausland

Strahlenversuche an Menschen

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LNSLNS WASHINGTON. Zwischen 1944 und 1994 hat das US-Verteidigungsministerium knapp 2 400 Strahlenversuche an Menschen vorgenommen. Das geht aus einem Bericht einer Regierungskommission in Washington hervor. Die Kommission war gebildet worden, nachdem 1993 bekanntgeworden war, daß nach dem Zweiten Weltkrieg Patienten in Krankenhäusern Plutonium injiziert wurde. Die US-Luftwaffe verhandelt zur Zeit mit Ureinwohnern Alaskas, an denen zwischen 1955 und 1957 Untersuchungen über die Auswirkungen von extremer Kälte vorgenommen wurden, über eine Entschädigung. Dafür waren rund 100 Ureinwohnern Spuren des radioaktiven Isotops Iod 131 in die Schilddrüse gespritzt worden. Während des kalten Krieges finanzierte das Pentagon außerdem fünf klinische Studien über die radioaktive Aufnahmefähigkeit des menschlichen Körpers, um Aussagen über die psychologischen wie biologischen Folgen von Atomexplosionen zu erhalten. Die Versuchspersonen waren größtenteils in Armut lebende Schwarze mit einem niedrigen Intelligenzquotienten. Die Versuche waren nach ihrem Bekanntwerden vom USVerteidigungsministerium mit dem kalten Krieg begründet worden. afp
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