ArchivDeutsches Ärzteblatt44/1997Wer jetzt modernisiert, spart Steuern

VARIA: Immobilien

Wer jetzt modernisiert, spart Steuern

Combach, Rolf

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LNSLNS Wer ein Zweifamilienhaus oder ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung besitzt, kann noch bis zum 31. Dezember 1998 Steuern sparen, wenn er modernisiert. Das gilt allerdings nur in den alten Bundesländern. Zu diesem Zeitpunkt endet nämlich die Übergangsfrist, in der sogenannte Erhaltungsaufwendungen in bestimmten Fällen auch für die selbstgenutzte Wohnung in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden können. Dies schreibt die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Voraussetzung dafür ist, daß die Hauseigentümer von der "großen Übergangsregelung" betroffen sind: Sie müssen unter anderem vor dem 1. Januar 1987 im eigenen Haus eine Wohnung bezogen haben und dürfen seitdem keinen "Antrag auf Wegfall der Nutzungswertbesteuerung" gestellt haben.
Die Anwendung der "großen Übergangsregelung" hat in vielen Fällen steuerliche Vorteile zur Folge: Wie bis zum 31. Dezember 1986 allgemein üblich, muß der betroffene Eigentümer den Nutzungswert, also den ortsüblichen Mietwert der selbstgenutzten Wohnung im eigenen Haus, zwar versteuern. Doch er kann Werbungskosten (Aufwendungen für Abschreibung, Finanzierung und Erhaltung der Wohnung) absetzen. Wenn dabei die Werbungskosten den Mietwert übersteigen, können die dadurch entstehenden fiktiven Verluste mit anderen Einkünften verrechnet werden, so daß eine steuerliche Entlastung erzielt wird.
Nach Ablauf dieser befristeten Ausnahmeregelung wird der Mietwert der eigenen Wohnung grundsätzlich nicht mehr besteuert. Dadurch sind für die eigengenutzte Wohnung auch keine Werbungskosten mehr absetzbar. Den von der Übergangsregelung betroffenen Hauseigentümern rät daher die Bausparkasse Schwäbisch Hall, in den nächsten Jahren anstehende Renovierungen oder Modernisierungen vorzuziehen und innerhalb der Frist bis zum 31. Dezember 1998 vorzunehmen. Erhaltungsaufwendungen können dann noch voll steuermindernd abgesetzt werden, und somit werden Steuern gespart. Rolf Combach
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