ArchivDeutsches Ärzteblatt45/1997Streit um Äußerungen von Ellis Huber weitet sich aus

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Streit um Äußerungen von Ellis Huber weitet sich aus

Maus, Josef

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LNSLNS DÜSSELDORF. Der Streit um die Äußerungen des Berliner Kammerpräsidenten, Dr. med. Ellis Huber, zum Behandlungs- und Abrechnungsverhalten von niedergelassenen Ärzten weitet sich aus. Nach einer Fernsehsendung des Westdeutschen Rundfunks, in der Huber erneut erklärt hatte, daß zehn bis 20 Prozent der Vertragsärzte korrupt handelten und unnötige medizinische Leistungen erbrächten, schaltete sich nun auch der Vize-Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, ein. Hoppe, zugleich Präsident der Ärztekammer Nordrhein, hat Huber öffentlich aufgefordert, "die Richtigkeit der von ihm in die Welt gesetzten Prozentzahlen nun auch nachzuweisen". Von dem wirklichen Problem der unbefriedigend geregelten Honorierung der vertragsärztlichen Leistungen habe Huber "mit seinem Spektakel nur abgelenkt", statt es der Öffentlichkeit richtig zu erklären. Hubers nachträgliche Distanzierung zu vorangegangenen Berichten in verschiedenen Tageszeitungen (Deutsches Ärzteblatt, Heft 43/1997) kommentierte Prof. Hoppe so: "Vielleicht hat er das alles so nicht gewollt. Dann sollte er sich am besten bei Patienten und Kollegen für seinen mißglückten Auftritt entschuldigen." JM

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