ArchivDeutsches Ärzteblatt45/1997ICD-10: Späterer Start?

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ICD-10: Späterer Start?

EB

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LNSLNS BONN/KÖLN. Die für den 1. Januar 1998 geplante flächendeckende Einführung der Verschlüsselung von Diagnosen durch Vertragsärzte nach der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) wird möglicherweise um ein Jahr verschoben. Ursprünglich sollte die Verschlüsselung nach der ICD-10 bereits ab 1. Januar 1996 wirksam werden. Der Einführungszeitpunkt wurde allerdings mit Zustimmung des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters so lange verschoben, bis über Modellversuche (der Kassenärztlichen Vereinigungen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt) ermittelt wurde, ob der von rund 14 000 Diagnosenbegriffen auf etwa 3 000 Begriffe reduzierte Basisschlüssel praktikabel sei und von den Ärzten akzeptiert werde.
Insgesamt bewerten die Test-Ärzte die ICD-Anwendung "negativ", weil die geplante obligatorische Einführung überwiegend als ein verwaltungsaufwendiger, bü-rokratischer Akt verstanden wird, dessen Nutzeffekt für die Praxen nicht ersichtlich sei. Eine Entscheidung über die definitive Einführung der Diagnosenverschlüsselung fiel im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium noch nicht.
Während der diesjährigen Medica in Düsseldorf findet am 21. November in der Zeit von 14.30 bis 18 Uhr ein Experten- und Fortbildungsseminar zur Problematik der ICD-10 unter Leitung von Dr. Gerhard Brenner, ZI, Köln, statt. Es berichten unter anderem die Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigungen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ebenso wie Experten aus dem Beraterstab des Zentralinstituts. EB
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