ArchivDeutsches Ärzteblatt45/1997Weißrussische Ärzte besuchten deutsche Kollegen: Ein Spendenaufruf - sieben Hospitationen

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Weißrussische Ärzte besuchten deutsche Kollegen: Ein Spendenaufruf - sieben Hospitationen

Sabel, Heike

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LNSLNS Ziel des Vereins "Medizin für Weißrußland e.V." ist, die Hospitation von weißrussischen Ärzten und Medizinstudenten in deutschen Praxen und Kliniken zu ermöglichen. Entsprechende Veröffentlichungen, unter anderem im Deutschen Ärzteblatt (siehe Heft 1-2/1997), zählten zu den ersten Schritten. Die Resonanz war überwältigend. Aus ganz Deutschland meldeten sich Ärzte, die bereit waren, Kollegen aus Minsk für zirka vier Wochen einzuladen und zu betreuen.


Die Organisation der Hospitationen verlief relativ unkompliziert. Vielleicht half dabei auch der gute Kontakt von "Medizin für Weißrußland" zur deutschen Botschaft in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Sieben Ärzte, Zahnärzte und Studenten waren zu Gast in Halle/Saale, Hamburg, dem sachsen-anhaltinischen Beendorf sowie den sächsischen Städten Heidenau und Großschönau.
Natalja Kremenewskaja sammelte auf der Inneren Station des Johanniter-Krankenhauses Heidenau vor allem Erfahrungen im Umgang mit der Ultraschalldiagnostik. Bisher fehlte ihr dazu die notwendige Qualifikation. Deshalb mußte sie in Minsk ihre Patienten in andere Abteilungen oder Krankenhäuser schicken, wodurch zum Teil lange Wartezeiten für die Patienten verursacht wurden. In Minsk hat die junge Ärztin jetzt eine entsprechende Prüfung abgelegt, so daß sie künftig selbst Ultraschalluntersuchungen vornehmen kann.
Wladimir Butkewitsch war bei einer Kollegin in Hamburg zu Gast, die es ihm unter anderem ermöglichte, sich einen Eindruck von einer Augenarztpraxis und einer psychiatrischen Abteilung zu verschaffen. Außerdem begleitete Butkewitsch seine Gastgeberin bei Hausbesuchen.
Während die ersten sieben Minsker Ärzte zu Hause in ihren Kliniken die Erfahrungen in die Praxis umsetzen, werden die nächsten Aufenthalte bereits organisiert. Zwei Ärzte werden noch in diesem Jahr nach Bautzen in Sachsen und nach Simmerath bei Aachen fahren. Auch für das nächste Jahr sind bereits Kontakte geknüpft. Das alles war natürlich nicht möglich ohne die finanzielle Unterstützung von zahlreichen Spendern aus der ganzen Bundesrepublik. Die ganze Aktion trägt sich nämlich einzig und allein durch private Zuwendungen. Die gastgebenden Ärzte übernehmen grundsätzlich die Unterkunft und die Verpflegung für ihre Gäste.
Weitere Informationen: Heike Sabel, Haeckelstraße 13, 01809 Heidenau, Telefon und Fax 0 35 29/ 51 38 76. Bankverbindung: Bank-haus H. Lampe, Bielefeld, Konto: 153 311, BLZ 480 201 51, Kennwort: Studenten.
Heike Sabel

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