ArchivDeutsches Ärzteblatt46/1997Invasive Zervixkarzinome nach behandelten zervikalen intraepithelialen Neoplasien

MEDIZIN: Referiert

Invasive Zervixkarzinome nach behandelten zervikalen intraepithelialen Neoplasien

Dtsch Arztebl 1997; 94(46): A-3113 / B-2643 / C-2449

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LNSLNS Eine Behandlung von zervikalen intraepithelialen Neoplasien mit ablativen Methoden oder Exzisionstechnik (beispielsweise Laserexzision, Koagulation oder Ablation mit elektrischer Schlinge) verringert das Risiko eines invasiven Zervixkarzinom um 95 Prozent innerhalb der ersten acht Jahre nach der Behandlung. Dies zeigte eine Studie an vier britischen Zentren, bei der 2 116 Frauen durchschnittlich acht Jahre lang nachuntersucht worden waren. Bei 33 Frauen dieser Gruppe entwickelte sich ein invasives Karzinom, 14 davon hatten schon bei den intraepithelialen Neoplasien Mikroinvasionen vorgewiesen. Damit war das Risiko von Frauen mit zervikalen behandelten intraepithelialen Neoplasien immer noch etwa fünfmal höher als das der gesamten weiblichen Bevölkerung. Sorgfältige Nachuntersuchungen sind daher bei diesen Patientinnen nach Ansicht der Autoren notwendig. silk
Soutter WP, de Barros Lopes A et al.: Invasive cervical cancer after conservative therapy for cervical intraepithelial neoplasia. Lancet 1997; 349: 978-980.
Dr WP Soutter, Institute of Obstetrics and Gynecology, Royal Postgraduate Medical School. Hammersmith Hospital, London W 12 0NN, Großbritannien.

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