ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2011Gesundheitsforschung: Rahmenprogramm in der Kritik

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Gesundheitsforschung: Rahmenprogramm in der Kritik

Richter-Kuhlmann, Eva

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Heftige Kritik an ihrem Rahmenprogramm Gesundheitsforschung muss derzeit die Bundesregierung einstecken. „Gesundheitsforschung soll nicht der Wirtschaft dienen, sondern dem Menschen“, betonte René Röspel (SPD) bei einer Diskussion am 7. April im Bundestag.

Forschung nach Wirtschafts - interessen? Für die SPD geht das „Rahmenprogramm Gesundheitsforschung“ in eine falsche Richtung. Foto: Superbild
Forschung nach Wirtschafts - interessen? Für die SPD geht das „Rahmenprogramm Gesundheitsforschung“ in eine falsche Richtung. Foto: Superbild

In einem entsprechenden Antrag fordert die SPD die Bundesregierung auf, „deutlicher herauszuarbeiten, dass Gesundheitsforschung nicht in erster Linie dazu dient, ökonomisch verwertbare Ergebnisse zu produzieren“, sondern vielmehr dazu, Krankheiten zu lindern und zu verhindern. Das von der Bundesregierung Ende 2010 vorgelegte Rahmenprogramm enthalte einen „einseitigen Fokus auf ökonomische Verwertbarkeit und technikorientierte Lösungsansätze“. Ferner weise das Programm Defizite in der Pflege- und Dienstleistungsforschung, in der internationalen Gesundheitskooperation und bei der Finanzierung auf.

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Bun­des­for­schungs­minis­terin Annette Schavan (CDU) verteidigte indes das Programm. Wenn darin von „Translation und Wissenstransfer“ auf der Basis der Gesundheitsforschungszentren die Rede sei, gehe es nicht um verkaufbare Produkte, sondern um neue Leitlinien und Verbesserungen für Patienten.

Das Bun­des­for­schungs­minis­terium will bis 2014 etwa sechs Millionen Euro in das Programm und die Neugestaltung der Forschungslandschaft in Deutschland investieren. ER

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