ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2011Gelenkersatz: Register für Endoprothesen gestartet

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Gelenkersatz: Register für Endoprothesen gestartet

Dtsch Arztebl 2011; 108(15): A-813 / B-665 / C-665

Meißner, Marc

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Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) hat mit dem Deutschen Endoprothesenregister (EPRD) die europaweite größte Datenbank zu künstlichen Hüft- und Kniegelenken gestartet.

Pro Jahr werden circa 400 000 Knie- und Hüftprothesen eingesetzt. Bei nahezu 35 000 dieser Operationen handelt es sich um den Austausch einer Endoprothese. Im EPRD sollen Angaben zu Komplikationen, die bei den verschiedenen künstlichen Hüft- und Kniegelenken auftreten, gesammelt werden. „Im Mittelpunkt steht dabei, die Standzeit von Kunstgelenken zu dokumentieren, also die Zeit, in der ein neues Knie- oder Hüftgelenk ab der Operation im Körper verbleibt“, erklärte Prof. Dr. med. Joachim Hassenpflug, Geschäftsführer des EPRD. „Beispiele aus anderen Ländern zeigen, dass sich mit Hilfe eines Endoprothesenregisters die Rate der vermeidbaren Wechseloperationen deutlich senken lässt“, sagte Hassenpflug.

Die Daten für das Register liefern zum einen die beteiligten Krankenkassen aus ihren Routinedaten. Zum anderen leiten Krankenhäuser die Informationen über ihre Hüft- und Kniegelenkoperationen pseudonymisiert an das EPRD weiter. „Das Register ermöglicht durch eine nahezu flächendeckende Erfassung, dass Auffälligkeiten bei Produkten oder in Kliniken schnell erkannt werden“, erläuterte Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Medizintechnologie.

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Unterstützt wird das Projekt vom AOK-Bundesverband, dem Verband der Ersatzkassen (VDEK) und dem BVMed. Erste Ergebnisse des Endoprothesenregisters werden bis Ende 2013 erwartet. mei

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