ArchivDeutsches Ärzteblatt12/1996Fakultätentag: Reform des Medizinstudiums ist schwer umsetzbar

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Fakultätentag: Reform des Medizinstudiums ist schwer umsetzbar

Clade, Harald

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LNSLNS HANNOVER. Die geplante Reform des Medizinstudiums ist nach Ansicht des Medizinischen Fakultätentages nur schwer umsetzbar. Insbesondere sei die von der Politik angestrebte Herabsetzung der Zahl der Studienanfänger im Fach Medizin (von 11 500 auf rund 9 000 Studenten) nur schwer durchzusetzen, weil die Reduktion der Zahl der Studenten juristisch nicht abgesichert sei.
Vor der Verabschiedung der neuen Approbationsordnung müßten ihre Auswirkungen auf die Kapazitätsverordnung berechnet werden und die notwendige Reduktion der Studienplätze als "gerichtsbestandsfähig" zugesichert werden, so eine Resolution des Medizinischen Fakultätentages zum aktuellen Entwurf des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums. Die Länder müßten zudem in erheblichem Umfang finanzielle und personelle Ressourcen bereitstellen. Wegen der Gesundheitsstrukturreform und der anhaltenden Kostendämpfungen im Gesundheitswesen seien die Fakultäten nicht in der Lage, die personellen und organisatorischen Vorkehrungen im Hinblick auf die Reform zu treffen. Wegen der geforderten zusätzlichen Präsenzzeiten von Dozenten und Studierenden müsse damit gerechnet werden, daß das Studium verlängert und die medizinische Forschung eingeschränkt wird. HC
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