ArchivDeutsches Ärzteblatt12/1996Erklärung gegen Rückführung bosnischer Flüchtlinge

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Erklärung gegen Rückführung bosnischer Flüchtlinge

Klinkhammer, Gisela

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LNSLNS HAMBURG. Gegen eine baldige Rückführung bosnischer Flüchtlinge in ihre Heimat wandte sich jetzt der Bundesverband der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes. "Berichte über Folterungen, Mißhandlungen, Vergewaltigungen und andere Menschenrechtsverletzungen sind ernst zu nehmen. Häufig sind hiermit verbunden psychische Folgeerkrankungen wie Depressionen, Angstzustände und weitere schwerwiegende psychosomatische Störungen", heißt es in einer Erklärung des Verbandes. Da eine Rückführung der Flüchtlinge zu einem Zeitpunkt noch bestehender Lebensunsicherheit aus ärztlicher Sicht nicht vertretbar sei, "sollte sie erst dann erfolgen, wenn die Gefahr einer erneuten Traumatisierung nicht mehr gegeben ist", fordern die Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Kli
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