ArchivDeutsches Ärzteblatt12/1996Herzinfarkt über dem Atlantik: Lufthansa soll zahlen

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Herzinfarkt über dem Atlantik: Lufthansa soll zahlen

afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS FRANKFURT/M. Ein Gericht in Miami im US-Bundesstaat Florida hat die Lufthansa AG wegen unterlassener Hilfeleistung zur Zahlung von 2,7 Millionen Dollar (knapp vier Millionen DM) verurteilt. Die Fluggesellschaft hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.
Das Gericht sprach die Summe einem Amerikaner zu, der während eines Transatlantikfluges von Miami nach Frankfurt einen Herzinfarkt erlitten hatte. Die Lufthansa erklärte, an Bord des Flugzeuges habe sich ein Arzt befunden. Er sei sofort hinzugezogen worden und habe keine akute Lebensgefahr festgestellt. Daher habe der Kapitän der Maschine entschieden, den Flug fortzusetzen.
Die Fluggesellschaft mußte sich in der Urteilsbegründung den Vorwurf gefallen lassen, das Leben des Passagiers nicht ausreichend geschützt zu haben. Der Betroffene äußerte nach dem Urteil die Hoffnung, der Umgang mit Fluggästen, die während des Fluges erkranken, werde sich nun ändern. afp
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote