ArchivDeutsches Ärzteblatt47/1997Verwirrung um PKV-Beitragssätze

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Verwirrung um PKV-Beitragssätze

Maus, Josef

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LNSLNS HAMBURG. Mitglieder der privaten Kran­ken­ver­siche­rung müssen zum Jahreswechsel mit Beitragssteigerungen bis zu fünf Prozent rechnen. Dies erklärte der Vorsitzende des Verbandes der privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV), Peter Greisler, gegenüber der "Welt am Sonntag". Greisler begründete die voraussichtliche Beitragsanhebung mit einer "zweistelligen Ausgabensteigerung" in diesem Jahr. Vor allem seien die um fast zehn Prozent gestiegenen Arztkosten für die Entwicklung verantwortlich. Als Reaktion auf Greislers Ankündigung hat die CDU/CSU das Bundeskartellamt aufgefordert, "die Prämiengestaltung der privaten Krankenkassen genauestens zu prüfen, falls die Beiträge aller Kassen im Gleichklang zum selben Zeitpunkt angehoben werden sollten". Ein solches Vorgehen "rieche" geradezu nach unerlaubter Preisabsprache.
Zwischenzeitlich stellte der PKV-Verband jedoch klar, daß es nicht zu einem "einheitlichen Beitragsanstieg" kommen werde. Soweit einzelne PKV-Unternehmen zu Beitragsanpassungen gezwungen seien, ließ der Verband verlauten, könnten diese schon wegen der individuellen Beitragskalkulation nur höchst unterschiedlich ausfallen. JM
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