ArchivDeutsches Ärzteblatt47/1997Zahnärzte für generelle Kostenerstattung

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Zahnärzte für generelle Kostenerstattung

Clade, Harald

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LNSLNS BERLIN. Die mit dem 2. GKV-Neuordnungsgesetz zum 1. Juli eingeführte wahlweise Kostenerstattung für alle Versicherten und die obligatorische Kostenerstattung beim Zahnersatz hat der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) als eine notwendige "Trendwende" in der Gesundheitspolitik bezeichnet. Im Bereich des Zahnersatzes könne jetzt befundadäquat und individuell therapiert werden. Die alten Parameter der Krankenkasse "ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig" hätten ausgedient, sagte der neugewählte Vorsitzende des FVDZ, Dr. med. dent. Wilfried Beckmann. Jetzt sei maßgebend, was dem zahnmedizinischen Befund, den Erwartungen und den finanziellen Möglichkeiten der Patienten entspreche. Ein solches System funktioniere nur bei der Trennung des vom Patienten an den Zahnarzt entrichteten Honorars und der Erstattung der Behandlungskosten durch die Krankenkassen. Dabei seien Festzuschüsse das "Mittel der Wahl". Beckmann forderte die Zahnärzte auf, dieses System nicht zu mißbrauchen.
Abgelehnt hat der FVDZ Vorschläge zur Neuordnung der Amtlichen Gebührenordnung für Zahnärzte, die die bisherige Bundesverordnung in eine Vertrags-GOZ überführen wollen. Gefordert wird eine freie Vereinbarung zwischen Zahnarzt und Patient.
Der FVDZ begrüßt auch die im Gesetz erkennbare Linie eines Paradigmen-Wechsels von der Spätversorgung hin zu mehr Prophylaxe. HC
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