ArchivDeutsches Ärzteblatt47/1997Transdermale SystemeEstrogenpflaster für sieben Tage

VARIA: Wirtschaft - Aus Unternehmen

Transdermale SystemeEstrogenpflaster für sieben Tage

Leinmüller, Renate

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LNSLNS Rund ein Viertel der Frauen, die in Deutschland eine Hormonsubstitution betreiben, benützen dazu Pflaster. Das Angebot ist nun um eine Alternative reicher geworden: Ein neues Sieben-Tage-Matrixpflaster mit 1,5 mg 17b-Estradiol kommt der Compliance entgegen. Durch die Entwicklung von Matrixpflastern sind pflasterbedingte Hautirritationen erheblich reduziert worden. Bei FEM7(r) wurde zusätzlich noch auf Enhancer verzichtet, wodurch die Rate dieser Nebenwirkung auch bei siebentägiger Anwendung auf vier Prozent gesenkt werden konnte, wie eine plazebokontrollierte Studie bei 135 hysterektomierten Frauen ergab.Wie Dr. Birgitt Salbach (Heidelberg) auf der Einführungspressekonferenz in Frankfurt/Main ausführte, zeigten zwei Prozent der FEM7(r)-Patientinnen estrogenspezifisches Brustspannen, in vier Prozent wurden lokale Hautreaktionen dokumentiert. Im Zeitraum von sieben Tagen zeigten sich laut Salbach in 90 Prozent der Fälle keine Ablösung und damit gute Klebeeigenschaften des Pflasters. Die mittleren Estradiolspiegel von rund 40 pg/ml entsprechen denjenigen, die unter Dreitagepflastern erreicht werden. Die klimakterischen Beschwerden werden nach Worten der Referentin vergleichbar gut supprimiert wie unter herkömmlichen Pflastern - speziell auch in der zweiten Wochenhälfte. PräventionAls einziges Siebentagepflaster ist das neue Produkt nicht nur zur Hormonsubstitution, sondern auch zur Prävention des postmenopausalen Knochenabbaus zugelassen, erläuterte Dr. Rainer Lichtenberger von der Merck KGaA. Es handle sich gleichzeitig um die einzige rein deutsche Entwicklung im Markt der Pflaster zur Hormonsubstitution. Verglichen mit anderen transdermalen Systemen, zeichne sich das Produkt durch eine niedrige Wirkstoffbeladung - damit sehr gute Wirkstoff-Ausnützung - aus. Das patentierte System verhindere auch den bei Dreitagepflastern häufig zu beobachtenden Schmutzrand, erklärte Lichtenberger. Stärkere Dosierungen sowie Kombipflaster mit Levonorgesterel stehen kurz vor der Zulassung. Dr. Renate Leinmüller
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