ArchivDeutsches Ärzteblatt48/1997Pflegeversicherung: Tokio übernimmt Blüm-Jung-Patent

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Pflegeversicherung: Tokio übernimmt Blüm-Jung-Patent

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LNSLNS Das japanische Unterhaus hat, wie das Faksimile im Original zeigt, einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Pflegepflichtversicherung eingeführt. Das deutsche Blüm-Jung-Patent hat dabei Pate gestanden. Allerdings handelt es sich, anders als bei dem Vorbild, um eine reine Alterspflege. Die Pflichtmitgliedschaft beginnt erst mit 40 Jahren, und Leistungen können ab dem 65. Lebensjahr in Anspruch genommen werden.
Die Pflegepflichtversicherung soll von der "Volkskrankenversicherung" getragen werden. Sie ist die Schutzeinrichtung für die Nichtversicherten und steht neben den Betriebskrankenkassen für die aktiven Arbeitnehmer und der Versicherungseinrichtung (Gesundheitspflege) für die älteren Menschen. Die Beiträge sollen zu je 50 Prozent vom Staat (einschließlich Gemeinden und Präfekturen) und von den Versicherten aufgebracht werden.
Neben der allgemeinen Pflegestufe, die Hilfsbedürftigkeit bis zu 30 Minuten pro Woche abdeckt, stehen fünf Pflegestufen für schwerere Pflegefälle. Die fünfte Stufe geht von einem Pflegebedarf von 300 Minuten in der Woche aus. Die Höchstleistungen liegen bei 4 000 DM für ambulante und bei 6 000 DM für stationäre Pflege.
Die Beiträge, die grundsätzlich einkommensbezogen sind, machen einschließlich des Arbeitgeberanteils durchschnittlich 70 DM pro Monat aus.
Eine stark steigende Tendenz wird angesichts der erwarteten Entwicklungen des Pflegemarktes und der Altersstruktur vom Gesetzgeber bereits unterstellt. PKV
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