ArchivDeutsches Ärzteblatt12/1996Niedermolekulares Heparin beim Schlaganfall

MEDIZIN: Referiert

Niedermolekulares Heparin beim Schlaganfall

acc

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Eine Arbeitsgruppe aus Hongkong untersuchte den Stellenwert von subkutanem niedermolekularem Heparin in der Akuttherapie des ischämischen Schlaganfalls. Innerhalb von 48 Stunden nach dem Akutereignis wurde bei 312 Patienten randomisiert eine hohe Dosis Nadroparin (zweimal 4 100 Anti-Faktor Xa Einheiten) mit einer niedrigen Dosis (einmal 4 100 Anti-Faktor Xa Einheiten) und Plazebo verglichen. Untersucht wurden Mortalität und neurologischer Status nach sechs Monaten, weiteres Interesse galt der hämorrhagischen Transformation der Apoplexie sowie Frühkomplikationen.
In der Hochdosis-Heparin-Gruppe waren nach sechs Monaten 45 Prozent der Patienten verstorben oder wiesen ein erhebliches neurologisches Defizit auf. Bei der Niedrig-Dosis-Gruppe lag diese Zahl bei 52 Prozent, die Plazebo-Gruppe wies mit 65 Prozent das schlechteste Ergebnis auf. Bezüglich der Frühkomplikationen ergaben sich dagegen zwischen den Gruppen keine signifikanten Unterschiede. acc


Kay R et al: Low-molecular-weight heparin for the treatment of acute ischemic stroke. N Engl J Med 1995; 333: 1588–93.
Dr. Kay, Dep. of Medicine, Prince of Wales Hospital, Shatin, Hongkong

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Der klinische Schnappschuss

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote