ArchivDeutsches Ärzteblatt49/1997Kodierung: Fallpauschalen und Sonderentgelte

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Kodierung: Fallpauschalen und Sonderentgelte

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS MÜNCHEN. Die unkontrollierte Kodierung der Diagnosen und Operationen mit ICD-9 und OPS für die Abrechnung von Fallpauschalen (FP) und Sonderentgelten (SE) führt zu Fehlerraten von 20 bis 30 Prozent. In den Praxistabellen wurden die ICD-9- und OPS-Kodes einer FP/SE-Nummer in getrennten Spalten aufgelistet. Die freie Kombination zum Beispiel in der Sequenz von ICD-9-Kode 530.9 (Leistenhernie) und OPS-Kode 5-531.0 (Operation einer Schenkelhernie) ist jedoch medizinisch nicht vertretbar. Von allen möglichen 66 000 Sequenzen sind nur 57 Prozent sinnvoll. Nicht stimmige Kombinationen fanden sich in Orthopädie, Geburtshilfe, Abdominal- und Herzchirurgie.
Eine Projektgruppe der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie hat einen künftigen Standard erarbeitet. Er liegt als Datei mit den Vorzugsbezeichnungen der Schlüsselsysteme OPS, ICD-9 und FP/SE vor.
Ein EDV-Programm mit dieser Differenzierungsdatei erkennt Widersprüche, fehlerhafte oder nicht angegebene Pauschalentgelte in GSG-Daten für die Krankenkassen. Bisher verwenden kommerzielle Programme zur Kodierung und Fallpauschalen-Bestimmung keine entsprechende Differenzierungsdatei. EB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote