ArchivDeutsches Ärzteblatt49/1997Krankenhäuser: Überstunden-Streß

POLITIK: Aktuell

Krankenhäuser: Überstunden-Streß

Clade, Harald

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LNSLNS Die Arbeitsbelastung in den Krankenhäusern und die dienstlich angeordnete Ableistung von Überstunden haben rapide zugenommen. Wie der Landesverband Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz des Marburger Bundes ermittelte, leistet in diesem Landesverband jeder Klinikarzt im Durchschnitt 8,42 Überstunden je Woche. In den Hochschulkliniken liegt die Zahl der durchschnittlich geleisteten Überstunden mit 12,85 Stunden noch deutlich höher als in Akutkrankenhäusern. Mehr als zwei Drittel der Überstunden (78,78 Prozent) werden weder durch Freizeit noch finanziell abgegolten. Bei den katholischen Krankenhausträgern liegt dieser Anteil bei 75,34 Prozent.
Würde das durchschnittliche Überstundenvolumen der Krankenhausärzte (8,4 Stunden je Woche) auf alle Kliniken an rund 2 345 Krankenhäusern hochgerechnet (31. Dezember 1996: 135 341 Klinikärzte), ergäbe sich ein jährliches Überstundenvolumen von rund 50 Millionen Stunden. Dadurch könnten, falls diese anders verteilt würden, mehr als 33 000 Vollarbeitsstellen an Krankenhäusern für qualifiziertes Klinikpersonal geschaffen werden. HC
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