ArchivDeutsches Ärzteblatt49/1997Ärztliche Fortbildung: Berliner Kongreß mit neuem Konzept

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Ärztliche Fortbildung: Berliner Kongreß mit neuem Konzept

Clade, Harald

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LNSLNS Der 47. Deutsche Ärztekongreß in Ber.in (27. bis 29. Mai 1998 im ICC), der seit über einem Jahrzehnt gemeinsam mit der Bundes­ärzte­kammer durchgeführt wird, tritt mit einem inhaltlich neu strukturierten Fortbildungsprogramm an. Zugleich wird unter dem Motto "Der Hauptstadtkongreß: Medizin und Gesundheit Berlin" im ICC der 3. Kongreß zur Reform des Gesundheitswesens (Krankenhaus, Klinik, Rehabilitation 1998) mit der WiSo-Consult GmbH, Berlin, veranstaltet.


Kongreßplaner, Kongreßveranstalter und Organisatoren haben sich im Hinblick auf den traditionellen ärztlichen Fortbildungskongreß in Berlin (im nächsten Jahr vom 27. bis 29. Mai) auf die geänderten Rahmenbedingungen im Gesundheits- und Krankenhauswesen ebenso wie auf die Notwendigkeiten in der Fortbildung rechtzeitig eingestellt. Unter der neuen Firmierung "Hauptstadtkongreß: Medizin und Gesundheit Berlin" sollen die Aktivitäten von zwei bisher getrennt durchgeführten Veranstaltungen zusammengeführt und dadurch SynergieEffekte erzielt und mehr fortbildungsbeflissene Ärzte aus Praxen und Kliniken, aber auch aus dem Bereich der Pflege und Rehabilitation und vor allem aus dem Krankenhausmanagement interessiert und für die Tagung gewonnen werden. Inzwischen gab der Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen, grünes Licht für die Großveranstaltung, bei der der traditionelle Ärztliche Fortbildungskongreß, der KrankenhausmanagerKongreß und der Fortbildungskongreß für Pflege- und Medizinalberufe konzentriert zu ein und demselben Zeitpunkt und am selben Ort zusammengelegt werden. Dadurch werden die Aktivitäten neu strukturiert und gebündelt, und es werden für jeden Fortbildungssektor spezifische Schwerpunkte gebildet.
Inzwischen haben die Initiatoren und Träger des Kongresses, Dr. med. Dr. med. h. c. Karsten Vilmar, Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Prof. Dr. med. Reinhard Gotzen, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Kongreßgesellschaft für Ärztliche Fortbildung e.V., Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Freien Universität Berlin, und Dipl.-Volkswirt Ulf Fink, brandenburgischer CDU-MdB und ehemaliger Berliner Sozialsenator, das vorläufige Kongreßprogramm, die Themenschwerpunkte sowie die Referenten festgelegt. Im Mittelpunkt des 47. Deutschen Ärztekongresses stehen sieben grundsätzliche und gesundheitspolitisch aktuelle Themenkomplexe: Qualitätssicherung in der Kardiologie; Fortschritte in der Krebsbehandlung: Was ist gesichert?; Außenseiterverfahren in der medikamentösen Tumortherapie; Gentherapie: Möglichkeiten und Perspektiven; Phythotherapie in der vertragsärztlichen Versorgung; Trends in der Rheumatologie; und Komplex "Schmerzsyndrome".
Traditionell werden während des Kongresses praktische Kurse und Intensivseminare offeriert, deren Absolventen Zertifikate zur Anrechnung auf die Weiterbildung erwerben können. Der Kongreß "Krankenhaus, Klinik, Rehabilitation" stellt im Hinblick auf den Krankenhaussektor zwei Themen in den Vordergrund: "Megatrends" im Krankenhaus und in der Rehabilitation: "Wohin geht die Medizin?"; ferner: "Telemedizin: Aufbruch ins 21. Jahrhundert." Es werden in der Praxis erprobte Beispiele präsentiert und sowohl mit Anwendern als mit Newcomern und gesundheitspolitisch interessierten Kongreßbesuchern erörtert. Auch hier steht das Thema "Vernetzung" im Mittelpunkt. "Multimedia in der Medizin" ist das Leitmotto der Telemedizin- und Internet-Foren beim Berliner Kongreß.
Die WiSo-Consult GmbH ist eine Tochtergesellschaft des von Ulf Fink vor drei Jahren gegründeten Instituts für Wirtschaft & Soziales GmbH (WiSo), Riedemannweg 58, 13627 Berlin, und bringt in den Kongreß seine Beratungskompetenz auf dem Gebiet des Krankenhauswesens und der Rehabilitationsmedizin ein. Im Mittelpunkt dieses Spezialsegments des Kongresses steht die Frage "Aufbruch nach der Roßkur?". Es soll nach der anhaltenden Phase politisch geprägter Restriktionen in der Finanzierung der Klinikversorgung erörtert werden, wie eine Kehrtwende bewirkt und zeitgemäße Perspektiven der Fortentwicklung entworfen werden können.
l Der Kongreß und die Fachausstellung "Medizin und Gesundheit" werden am 27. Mai durch Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Horst Seehofer eröffnet werden. Dr. Harald Clade

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