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Ulkus und Magenkrebs

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LNSLNS In jüngster Zeit sind einige epidemiologische Studien publiziert worden, die darauf hinweisen, daß die chronische Helicobacter-pylori-Gastritis für 80 bis 90 Prozent aller Magenkarzinome verantwortlich zu machen ist. Dabei ist aufgefallen, daß beim Ulcus duodeni zwar Helicobacter pylori praktisch immer nachweisbar ist, das Risiko, ein Magenkarzinom zu entwickeln, jedoch eher niedrig ist. Die Autoren haben Daten von Krankenhäusern des US Department of Veterans Affairs ausgewertet und zwei Populationen von 1 069 Personen mit Kardiakarzinom und 3 078 Personen mit einem Karzinom von Magenkorpus und -antrum mit einer Kontrollgruppe von 89 082 Personen ohne Magenkrebs verglichen. Die Anamnese eines Ulcus ventriculi war mit einem um den Faktor 1,53 erhöhten Magenkrebsrisiko vergesellschaftet, während beim Ulcus duodeni das Krebsrisiko um 32 Prozent vermindert war. Auch im operierten Magen war das Krebsrisiko um den Faktor 1,86 erhöht, nicht jedoch für das Karzinom der Kardia. Beim Kardiakarzinom waren überwiegend weiße Personen betroffen, bevorzugt Männer. Auch in dieser Studie zeigt sich, daß unter pathogenetischen Aspekten zwischen dem Kardiakarzinom und dem Karzinom von Antrum und Korpus differenziert werden muß. w
Molloy RM, Sonnenberg A: Relation between gastric cancer and previous peptic ulcer disease. Gut 1997; 40: 247-252.
Gastroenterology Section, Department of Veterans Affairs Medical Center, 111-F, 2100 Ridgecrest Drive SE, Albuquerque, NM 87108, USA.

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