ArchivDeutsches Ärzteblatt49/1997Sexueller Infektionsweg der Hepatitis B weit unterschätzt

VARIA: Wirtschaft - Aus Unternehmen

Sexueller Infektionsweg der Hepatitis B weit unterschätzt

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Jährlich infizieren sich in Deutschland etwa 50 000 Personen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV). In fünf bis zehn Prozent aller Fälle kommt es zu einer chronischen Leber-entzündung. Jugendliche und junge Erwachsene sind besonders gefährdet. Doch nur jeder dritte Jugendliche weiß, so eine vom Emnid-Institut (Bielefeld) durchgeführte Befragung, daß Hepatitis B eine vorwiegend sexuell übertragene Krankheit ist.
Unkenntnis ist die wichtigste Ursache für die geringe Durchimpfungsrate (siehe Abbildung). Um diesem Manko entgegenzuwirken, hat Pasteur Merie´ux MSD eine Info-Hotline zum Thema Hepatitis B eingerichtet: Telefon 0 18 05/23 55 44. Laut Emnid-Umfrage halten mehr als 60 Prozent der Befragten Reisende in exotische Länder für die Hauptrisikogruppe, gefolgt von Drogenabhängigen (50 Prozent), Dialysepatienten (30 Prozent) und Homosexuellen (21 Prozent).
Lediglich 30 Prozent erachten Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern für besonders Hepatitisgefährdet. 33 Prozent der Befragten glauben sogar, daß die Übertragung von HBV durch eine Tröpfcheninfektion wie bei Schnupfen oder Husten erfolgt. Die weite Verbreitung der Hepatitis ist Folge der hohen Infektiosität des Virus sowie der großen Zahl an Dauerausscheidern. EB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote