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LNSLNS Prof. Dr. med. Hermann Trübestein, Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin, zuletzt Chefarzt an der Strahlenklinik der Universität Göttingen, starb am 6. Oktober im 87. Lebensjahr.
Hermann Trübestein, in Lischeid geboren, studierte Medizin an den Universitäten Heidelberg, Kiel, Tübingen und Göttingen; Promotion 1938. Er hat sich 1957 an der Universität Frankfurt habilitiert und ist dort zum Privatdozenten, später zum außerplanmäßigen Professor ernannt worden. Prof. Trübestein hat zahlreiche Fachbeiträge veröffentlicht; 1936 erhielt er dafür den Fakultätspreis der Universität Göttingen. Er folgte einem Ruf nach Böblingen, übernahm dort die Strahlenklinik und wurde zum Chefarzt der Radiologischen und Nuklearmedizinischen Abteilung berufen, die er von 1967 bis 1973 leitete.


Prof. Dr. med. Erwin Jahn, ehemaliger Leiter des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie am damaligen Bundesgesundheitsamt (BGA) in Berlin, 1970 zum Vizepräsidenten dieses Amtes berufen, starb am 14. Oktober im Alter von 86 Jahren in Berlin.
Erwin Jahn, in Leipzig geboren, studierte Medizin und Sozialwissenschaften, wurde Internist, dann Leiter der Inneren Abteilung und Ärztlicher Direktor des Stadtkrankenhauses Merseburg. Danach war Jahn Stadtrat in Halle an der Saale. Nach seiner Flucht aus der damaligen SBZ Ende 1948 wurde Jahn Leiter des Gesundheitsamtes Gelnhausen/Hessen (bis 1954). Er war zeitweilig stellvertretender Medizinischer Direktor bei der LVA Berlin und Leiter des Ärztlichen Dienstes eines Berliner Versorgungswerkes. 1961 kam Jahn an das Bundesgesundheitsamt in Berlin. 1967 wurde er mit der Vorbereitung und 1970 mit der Leitung des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie des BGA beauftragt.
Prof. Erwin Jahn war auch in der Politikberatung und in der Sozialmedizin aktiv. 1971 veröffentlichte er zusammen mit anderen Experten eine Streitschrift mit dem Titel "Integriertes System der medizinischen Versorgung: Ein Modell", herausgegeben vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Gewerkschaften (WSI), Düsseldorf. Eine der zentralen Forderungen, die speziell Prof. Jahn verfocht, war die Integration der Systeme der medizinischen Versorgung und die Einrichtung neuartiger medizinisch-technischer Zentren (MTZ), eine Forderung, der sich danach der DGB und fast alle Gewerkschaften sowie zum Teil die SPD anschlossen. Innerhalb der SPD und der Gewerkschaften hat Jahn aktiv mitgearbeitet. Er veröffentlichte in den DGB-Zeitschriften sowie in den WIdO-Materialien zum Thema "Leistungssteigerungen im Gesundheitswesen bei Nullwachstum" und zur "Bedarfsplanung in der kassenärztlichen Versorgung" (zusammen mit Wolfgang Mudra, Düsseldorf). EB

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