ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2011Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

KULTUR

Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

Schuchart, Sabine

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Fragen nach dem Sinn des Lebens und der Kraft, Schwieriges zu meistern – das Deutsche Ärzteblatt stellt alle vier Wochen eine Auswahl sehenswerter Neustarts vor.

Thriller

Ab 19. Mai:

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Die doppelte Stunde

Foto: MFA+ FilmDistribution e.K.
Foto: MFA+ FilmDistribution e.K.

Ein Psychothriller à la Hitchcock (Bild rechts): Sonia (Ksenia Rappoport), eine Kellnerin aus Ljubljana, und Guido (Filippo Timi), der als Wachmann in einer Villa arbeitet, lernen sich bei einem Speed Dating kennen und beginnen eine Romanze. Diese findet ihr jähes Ende, als bei der Slowenin eingebrochen wird. Guido, der seine Freundin schützen will, wird dabei getötet. Sonia fällt nach seinem Tod in eine tiefe Depression. Bis sie plötzlich meint, ihn wiederzusehen. Eine Halluzination? Oder treibt jemand ein teuflisches Spiel mit ihr? Auszeichnung als beste Schau-spielerin für Ksenia Rappoport beim Filmfestival Venedig 2009.

Italien 2009, 95 Min. (FSK: 12)

Drama

Ab 28. April:

Mütter und Töchter

Los Angeles: Drei Frauen, die mehr verbindet, als zunächst erkennbar ist, müssen unterschiedliche Schicksalsschläge bewältigen. Physiotherapeutin Karen (Annette Benning) hat sich bis heute nicht verziehen, dass sie als 14-Jährige nach einer ungewollten Schwangerschaft ihr Kind zur Adoption freigegeben hat. Die kühle Elizabeth (Naomi Watts) ist eine erfolgreiche, ehrgeizige Anwältin, die als Kind adoptiert wurde. Die Erinnerungen an die Vergangenheit überdeckt sie mit Arbeitswut und Sex. Dagegen wünscht sich die kinderlose Lucy (Kerry Washington) nichts sehnlicher, als schwanger zu werden. Doch sie und ihr Mann können keine Kinder bekommen und entscheiden sich für eine Adoption. Die biologische Mutter ihres Kindes hat allerdings Zweifel, ob sie die richtigen Eltern sind.

USA/Spanien 2009, 125 Min. (FSK: 12)

Ab 28. April:

Wasser für die Elefanten

Als Liebesgeschichte bietet „Wasser für die Elefanten“ wenig Überraschendes, als Liebeserklärung an eine vergangene Epoche aber Einblick in die Lebensgeschichte eines über 90-Jährigen und hinter die Kulissen eines Zirkus in den 1930er Jahren. 1931 befindet sich Amerika mitten in der Wirtschaftskrise und Jakob Jankowski (Robert Pattinson) am Tiefpunkt seines Lebens. Der angehende Tierarzt bricht mit einem Wanderzirkus in eine unsichere Zukunft auf. Er verliebt sich in die Kunstreiterin Marlena (Reese Witherspoon), die aber ist mit dem Zirkusdirektor August Rosenbluth (Christoph Waltz) verheiratet.

USA 2011, 114 Min.

Ab 5. Mai:

Im Regen des Südens

Die junge argentinische Regisseurin Paula Hernández thematisiert Fragen ihrer Generation nach dem Sinn des Lebens und dem bisher Erreichten und setzt diese mit beeindruckenden Darstellern in Szene. An einem chaotischen Freitag in Buenos Aires begegnen sich Alma (Valeria Bertuccelli) und Roberto (Ernesto Alterio) im strömenden Regen. Mitten im Verkehrschaos öffnet sich die Tür von Almas Auto. Roberto steigt ein, verletzt und nass bis auf die Knochen. Zwei Lebenswege, die sich auf einmal kreuzen und doch eines gemeinsam haben: Beide wissen nicht wohin. „Im Regen des Südens“ wurde mit dem Großen Preis beim Filmfestival Mannheim-Heidelberg prämiert.

Argentinien 2008, 110 Min.

Ab 12. Mai:

Geliebtes Leben

Chanda (Khomotso Manyaka) wächst mit ihren zwölf Jahren in einfachen, aber liebevollen Verhältnissen in einem Township in Südafrika auf. Doch als ihre Schwester stirbt, ändert sich alles. Ihr Stiefvater, ein Alkoholiker, verschwindet, die Mutter leidet an Aids, Chandas Verhältnis zu ihrer Freundin wird von der Gemeinde argwöhnisch beäugt. Oliver Schmitz, 1960 in Kapstadt geborener Sohn deutscher Einwanderer, schuf aus dem Jugendbuch „Chanda’s Secrets“ einen bewegenden Stoff für die Leinwand, der sich auch für Heranwachsende ab zwölf Jahren eignet.

Deutschland/Südafrika 2010, 106 Min. (FSK: 12)

Sabine Schuchart

DVD-Tipp

Krebs – Kommunikation mit dem Patienten

Welche große Rolle bei Krebs die Qualität des Arzt-Patienten-Verhältnisses für die Krankheitsbewältigung durch den Betroffenen spielt, betont Dr. med. Herbert W. Kappauf in seinem Vortrag „Diagnose Krebs“. Der renommierte Krebsspezialist ist Facharzt für Innere Medizin, Onkologie und Psychotherapie am Klinikum Starnberg. Die Erfolge der Medizin in den vergangenen zehn Jahren haben dazu geführt, dass die Krebstherapien komplexer und langwieriger geworden sind; aufgrund der Früherkennung von Tumoren klaffen Krankheitsempfinden und -diagnose aus Sicht des Patienten oftmals weit auseinander. Die therapierenden Ärzte stehen vor der Aufgabe, über eine adäquate verbale und nonverbale Kommunikation Ängste und Informationsdefizite der Patienten in Bezug auf die „rational erklärbare, aber nicht rational zu lösende Erkrankung“ (Kappauf) abzubauen. „Diagnose Krebs“ ist weniger ein Patienten- als vielmehr ein Arzt-Ratgeber.

Dr. med. Herbert W. Kappauf: „Diagnose Krebs – Leben ist eine Alternative“ (Vortrag), 70 Min., Komplett-Media;
ca. 15 Euro; Erscheinungstermin: 17. März

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