ArchivDeutsches Ärzteblatt50/1997Hausärzte: Beste Beratung durch den Primärarzt

SPEKTRUM: Leserbriefe

Hausärzte: Beste Beratung durch den Primärarzt

Feldmann, Dieter

Zu dem Beitrag "Hausärzte genügen ihren Anforderungen nicht" in Heft 44/1997
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LNSLNS Hausärzten wird vorgeworfen, sie würden ihren Anforderungen nicht genügen. Begründet wird das mit an den Haaren herbeigezogenen Beispielen. Wohin sonst, wenn nicht zum Kollegen Dermatologen, hätte der Hausarzt im vorgebrachten Fallbeispiel für angeblich schlechte Diagnostik einen seltenen entzündlichen Prozeß mit kreisrundem Haarausfall schicken sollen? Seltene Fälle sind die Fälle für den Spezialisten, sonst bräuchten wir Primärärzte ihn nicht.
Und daß nicht Hautarzt gleich Hautarzt ist (und das gilt für jede andere der 41 Spezialistengruppen genauso), liegt daran, daß Interesse und Neigungen die Ausbildung mal mehr auf diesem und mal mehr auf einem anderen Gebietsteil favorisieren ließen. Und das ist gut so.
. . . Nicht jeder Internist hat dieselben Fähigkeiten, nicht jeder Chirurg hat die gleiche Ausbildung. Interesse und Neigungen spielen bei der Tätigkeit auch der Spezialisten eine große Rolle. Der eine ist lieber Gastroenterologe, der andere Kardiologe, der eine operiert eben lieber Hüften, der andere Herzen. Der Primärarzt kennt die Fähigkeiten dieser Spezialisten-Kollegen und seine Patienten aus langjähriger Erfahrung und kann damit seine Patienten am besten beraten und führen. Nur im Zusammenspiel nützen wir unserer Bevölkerung.
Dr. med. Dieter Feldmann, Schulstraße 5, 37431 Bad Lauterberg
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