ArchivDeutsches Ärzteblatt50/1997Bundestag beschließt Gesetz zur Psychotherapie

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Bundestag beschließt Gesetz zur Psychotherapie

Glöser, Sabine

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LNSLNS BONN. Mit den Stimmen der Regierungskoalition hat der Bundestag in zweiter und dritter Lesung ein Psychotherapeutengesetz verabschiedet. Es soll am 1. Januar 1999 in Kraft treten, bedarf aber noch der Zustimmung des Bundesrats.
Dem Gesetz liegt das sogenannte Integrationsmodell zugrunde, nach dem die Psychologischen Psychotherapeuten in die Kassenärztlichen Vereinigungen integriert werden. Selbstverständliche und notwendige Rechte und Zuständigkeiten der Ärzte würden durch das Integrationsmodell nicht berührt, betonte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Horst Seehofer. In den gemeinsamen Gremien werde es keine Majorisierung der Ärzte durch ihre psychotherapeutischen Kollegen geben. Es werde nicht dazu kommen, daß in überversorgten Gebieten noch mehr Therapeuten ihre Leistungen anbieten. Auch der von Ärzten befürchtete Zustrom an nicht qualifizierten Therapeuten, so Seehofer, werde nicht eintreten. Über die von der Koalition vorgesehene Zuzahlungsregelung, wonach Patienten je Sitzung 10 DM Eigenbeteiligung aufbringen sollen, wurde namentlich abgestimmt: 324 Abgeordnete votierten für dieses separate, nicht zustimmungspflichtige Gesetz, 282 Abgeordnete stimmten dagegen. SG
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