ArchivDeutsches Ärzteblatt50/1997Lokale Komplikationen bei Brustimplantaten

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Lokale Komplikationen bei Brustimplantaten

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LNSLNS Bei Frauen, denen Brustimplantate eingesetzt worden sind, treten in den ersten fünf Jahren nach der Operation häufig lokale Komplikationen auf, die zu Folgeoperationen führen. Von 749 Frauen aus Minnesota, die in den Jahren von 1964 bis 1991 Mammaimplantate erhalten hatten, war dies bei 208 Frauen (27,8 Prozent) der Fall und führte zu insgesamt 450 zusätzlichen Operationen. Das häufigste Problem war eine Kapselfibrose des Implantats, danach folgten Risse im Implantat oder Dichteprobleme, Hämatome und Wundinfektionen. Die Komplikationsraten waren signifikant niedriger bei den Frauen, die sich ausschließlich aus kosmetischen Gründen zu einer Mammaaugmenation entschlossen hatten (6,5 Prozent nach einem und 12 Prozent nach fünf Jahren), als bei Patientinnen, die eine Aufbauplastik der Brust nach Mastektomie aufgrund eines Mammakarzinoms (21,8 nach einem und 34 Prozent nach fünf Jahren) oder nach prophylaktischer Mastektomie (17,3 Prozent nach einem und 30,4 Prozent nach fünf Jahren) erhalten hatten. silk


Gabriel SE, Woods JE et al.: Complications leading to surgery after breast implantation, N Engl J Med 1997; 336: 677-682.
Dr. S. Gabriel, Department of Health Sciences Research, Mayo Clinic, 200 First Street SW, Rochester, MN 55905, USA.

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