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LNSLNS Prof. Dr. med. Fritz Beske MPH, seit 1976 Direktor des von ihm gegründeten und aufgebauten Instituts für Gesundheits-System-Forschung (GSF) in Kiel, ehemaliger Staatsekretär im Sozialministerium Schleswig-Holstein, wird am 12. Dezember 75 Jahre alt.
Fritz Beske, in Wollin/Pommern geboren, studierte Medizin an der Universität Kiel, wo er 1951 das Medizinische Staatsexamen absolvierte und zum Dr. med. promoviert wurde. Dr. Beske war von 1952 bis 1958 Assistent am Hygiene-Institut der Universität Kiel. 1954 studierte er an der Universität Michigan/USA, wo er mit dem akademischen Grad des Master of Public Health (MPH) abschloß.
Von 1958 bis 1971 war Beske Referent und später Abteilungsleiter der Gesundheitsabteilung der Landesregierung Schleswig-Holstein in Kiel. Dazwischen, von 1961 bis 1964, war er internationaler Beamter im europäischen Büro der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) in Kopenhagen. 1971 ist Beske zum beamteten Staatssekretär im schleswig-holsteinischen Sozialministerium berufen worden, ein Amt, das er bis 1981 - als er vorzeitig in den Ruhestand trat - innehatte. Danach hat er sich ganz seinem Kieler Forschungsinstitut gewidmet. Beske war auf lokaler, regionaler und Bundesebene gesundheitspolitisch aktiv. So war er mehrere Legislaturperioden lang Vorsitzender des CDU-Fachausschusses für Gesundheitspolitik in Bonn; Beske war Initiator eines gesundheitspolitischen Programms der CDU. Daneben war er Vorsitzender der von ihm gegründeten und initiierten Gesundheitspolitischen Gesellschaft e.V. in Kiel, in der Vertreter von Verbänden des Gesundheitswesens bundesweit kooperierten (die Gesellschaft wurde 1996 aufgelöst).
Seit 1976 hat sich Beske ganz der wissenschaftlichen Politikberatung und der Beratung von Spitzenverbänden und Körperschaften des Gesundheitswesens verschrieben. Zahlreiche Veranstaltungen und Symposien gehen auf die Initiative und Leitung Fritz Beskes zurück, Tagungen, in denen Szenarien, Futurologien des Gesundheitswesens dargelegt wurden. Besonders hat Beske auch internationale Aspekte der gesundheitspolitischen Entwicklung, der Prävention und der Gesundheitssystemforschung einbezogen. Er ist ein Pionier der deutschen Gesundheitsökonomie und Strukturentwicklung.
Beske wurde vielfach und wiederholt ausgezeichnet, so unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, der Goldenen Ehrennadel der deutschen Zahnärzteschaft, mit der "Johann-Peter-Frank-Medaille" des Bundesverbandes der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. Der Bundesfachverband der Heilmittelindustrie e.V. (BAH), Bonn, zeichnete Beske mit dem "Selbstmedikationspreis" aus. Er ist Träger der "Alfons-Fischer-Medaille" der Baden-Württembergischen Gesellschaft für Sozialhygiene. Mehr als 300 Publikationen, darunter zahlreiche Gutachten, Bücher und Aufsätze über Strukturfragen des Gesundheitswesens, über Gesundheitspolitik, Krankenhausökonomik und Gesundheitsfuturologie, über Pharmapolitik, über Selbstmedikation und über Krankenpflege stammen aus der Feder von Staatssekretär a. D. Prof. Dr. med. Fritz Beske.
Beske ist unter anderem Herausgeber des Lehrbuchs für Krankenpflegeberufe. Dem Deutschen Ärzteblatt ist Beske seit langen Jahren freundschaftlich verbunden. Mehrfach hat er grundlegende Beiträge im Deutschen Ärzteblatt publiziert. EB
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