ArchivDeutsches Ärzteblatt12/1996Radiologie-Informationssystem

VARIA: Technik für den Arzt

Radiologie-Informationssystem

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LNSLNS Radiologiepraxen kommen heute kaum ohne Datenverarbeitungsmöglichkeiten eines Radiologie-
Informationssystems (RIS) aus. Dank dieser Technik können Patientendaten von der Anmeldung bis zur Befundschreibung problemlos weitergegeben werden.
Mit einem in das Handmikrophon integrierten Barcode-Leser ermöglicht ein digitales Diktiersystem der Heppenheimer Firma Dictaphone die direkte Weitergabe von Patientendaten vom RIS an das Diktiersystem. Mit dem Medos-System werden Etiketten ausgedruckt, auf denen die Vorgangsnummer, der Name des Patienten und zusätzlich der Barcode ausgedruckt sind. Der Arzt fährt vor dem Diktieren mit dem Mikrophon über den Barcode und teilt so die von der EDV vergebene Behandlungsfall-Nummer des Patienten dem Dictaphone-System mit. Dann kann das Diktat beginnen.
Die derartige Integration des Digital-Express-4 000-Systems von Dictaphone mit dem bereits bestehenden Radiologie-Informationssystem von Medos wird in verschiedenen Radiologie-Praxen eingesetzt. Vorteile der Vernetzung: Zeit- und Kostenersparnis und größere Genauigkeit, die damit verbunden ist, daß die Behandlungsfall-Nummern nun nicht mehr manuell eingegeben werden müssen, sondern eingelesen werden. So können Patientendaten und die dazugehörigen Diktate nicht mehr verwechselt werden.
Bereits diktierte, aber noch nicht geschriebene Befunde sind dennoch verfügbar. Wird der Patient von mehreren Kollegen untersucht, ist eine telefonische Abfrage eines in einer anderen Abteilung bereits diktierten Befundes problemlos möglich, ohne daß der Arzt gestört und befragt werden muß. Per Telefon können auch mehrere Ärzte gleichzeitig auf einen Befund zugreifen. Der Radiologe kann auch von außerhalb der Praxis diktieren.
Auch für das Sekretariat ergeben sich Vorteile. An dem digitalen Diktiersystem schätzen Schreibkräfte vor allem die CD-Qualität und die dadurch seltener auftretenden Unklarheiten und Nachfragen. Im Gegensatz zum konventionellen Diktieren gibt es jetzt keinerlei Nebengeräusche mehr; die Geschwindigkeit des Diktats ist steuerbar. Da es bei dem digitalen System keine Verzerrung gibt, spielt es keine Rolle, ob der Diktierende schnell oder langsam spricht.
Diktate können auch von zu Hause aus über das Telefonnetz abgehört und auf demselben Weg in das RIS geschrieben werden. So lassen sich der Schreibdienst dezentralisieren und die Krankheits- und Urlaubsvertretung leichter organisieren.
Informationen: Dictaphone Deutschland GmbH, 64646 Heppenheim. WZ
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