ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2011Wartezeiten: Disqualifiziert
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Der Artikel zur Kritik an dem von der SPD formulierten Vorschlag, Ärzte zu bestrafen, die Privatpatienten bevorzugen, endet mit einem Paukenschlag. Nämlich mit einem Zitat von Werner Baumgärtner, dem Vorsitzenden des Medi-Verbundes, in dem dieser seine persönliche Inkompetenz offenbart: „Werden demnächst auch die Deutsche Bahn und die Lufthansa für die unterschiedliche Betreuung von Fahrgästen der ersten und zweiten Klasse mit hohen Strafen belegt?“ Man mag von dem Vorschlag der SPD halten, was man möchte, wer allerdings Gesundheitsfürsorge, also die Erfüllung eines Menschenrechts, mit der Fahrt bei einem Verkehrsdienstleister oder noch besser mit einem Urlaubsflug vergleicht, der disqualifiziert sich für die weitere Teilnahme am Gestaltungsprozess des Gesundheitswesens. Man könnte somit ebenfalls mit einem Zitat schließen, allerdings diesmal von einem Menschen, der sich wohl etwas gründlicher Gedanken darüber machte, was er sagte: „Of all forms of inequality, injustice in health care is the most shocking and inhumane“ – Martin Luther King, Junior.

Johannes Milloth, 69123 Heidelberg

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige