ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2011Reinhard Griebenow: Große Pläne für die europäischen Kardiologen

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Reinhard Griebenow: Große Pläne für die europäischen Kardiologen

Dtsch Arztebl 2011; 108(18): A-1019 / B-843 / C-843

Stüwe, Heinz

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Reinhard Griebenow Foto: Bernhard Eifrig
Reinhard Griebenow
Foto: Bernhard Eifrig

Wer weiß, wie lange zuweilen über einheitliche Weiterbildungsregeln in den deutschen Ärztekammern gerungen wird, kann ermessen, was sich Prof. Dr. med. Reinhard Griebenow vorgenommen hat. Zwar spricht der Oberarzt an der Medizinischen Klinik II der Städtischen Kliniken in Köln-Merheim von der „Willensbildung in der eigenen Profession“, um ein Modell zu erarbeiten, das „vielleicht einmal“ eine Vereinheitlichung bringt. Aber der Titel des Projekts – European Diploma General Cardiology – zeigt, worum es geht: eine einheitliche Weiterbildung für Kardiologen in Europa.

Tatsächlich hemmen die Unterschiede in Inhalt und Dauer die Mobilität. Die Sektion Kardiologie der Europäischen Fachärzteorganisation UEMS (Union Européenne des Médecins Specialistes) mit ihrem Präsidenten Griebenow will das ändern: „Auch ohne rechtliche Verbindlichkeit könnte das europäische Kardiologendiplom die Akzeptanz des Inhabers beim Wechsel in ein anderes Land erhöhen.“

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Mit ähnlichem Ziel wurde die Zertifizierung internationaler Fortbildung in der kardiovaskulären Medizin eingeführt (www.ebac-cme.org). Um solche Aktivitäten zu forcieren, hat die Sektion Kardiologie der UEMS jetzt die Stiftung European Cardiology Section Foundation mit Sitz in Köln gegründet. Griebenow kann in seinem europäischen Amt auf Erfahrungen in der Selbstverwaltung zurückgreifen: Er ist in der Ärztekammer Nordrhein Vorstandsmitglied sowie Vorsitzender der Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung. Außerdem gehört er dem Deutschen Senat für ärztliche Fortbildung an. Heinz Stüwe

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