ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/1997Studie zur Therapie des Guillain-Barré-Syndroms

MEDIZIN: Referiert

Studie zur Therapie des Guillain-Barré-Syndroms

Dtsch Arztebl 1997; 94(51-52): A-3476 / B-2921 / C-2599

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LNSLNS Die Ergebnisse unterschiedlicher Behandlungsformen des Guillain-Barré-Syndroms (5 3 50 ml/kg Plasmaaustausch innerhalb von acht bis 13 Tagen, intravenöse IgG-Gabe von 0,4 g/kg über fünf Tage sowie eine Kombination beider Verfahren) wurden in einer multizentrischen randomisierten Studie bei 383 erwachsenen Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf untersucht. Voraussetzung für eine Teilnahme war unter anderem die Bestätigung der Diagnose durch einen Neurologen und der Beginn der Symptomatik innerhalb der vorausgegangenen 14 Tagen. Der Verlauf der Neuropathie wurde nach vier Wochen erstmals anhand einer Symptom-Skala durch einen Arzt bewertet, dem nicht bekannt war, zu welcher Therapiegruppe der Patient gehörte. Insgesamt dauerte die Verlaufsbeobachtung 48 Wochen. Die Unterschiede zwischen den beiden angewendeten Verfahren waren extrem gering, so daß Plasma-Austausch und intravenöse IgG-Gabe als gleichwertig angesehen werden. Bei der Gruppe, in der die beiden Behandlungsmethoden kombiniert wurden, gab es einen Trend zu etwas besseren Ergebnissen, der aber bei keinem der wichtigen Verlaufskriterien, beispielsweise Wiedererlangen der Gehfähigkeit und Dauer der künstlichen Beatmung, signifikant war. silk


Plasma Exchange/Sandoglobulin Guillain-Barré Syndrome Trial Group: Randomised trial of plasma exchange, intravenous immunoglobulins and combined treatments in Guillain-Barré syndrome; Lancet 1997; 349: 225230.
Prof. R. A. C. Hughey, Trial Office, Department of Neurology, UMDS, Medical School Building, Guy’s Hospital, London SE1 9RT, Großbritannien.

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