ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2011Transparenzdatenbank: Zuwendungen an Patientenorganisationen

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Transparenzdatenbank: Zuwendungen an Patientenorganisationen

Dtsch Arztebl 2011; 108(19): A-1070 / B-884 / C-884

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Eine Übersicht über Zuwendungen der forschenden Pharmaindustrie an Patientenorganisationen im Jahr 2010 hat das IQTG – Institut für Qualität und Transparenz von Gesundheitsinformationen online veröffentlicht (www.iqtg.de/cms/zuwendungzeig.asp?inst=iqtg). Der Hintergrund: Am 1. Juli 2008 hat der europäische Dachverband der forschenden Arzneimittelhersteller EFPIA den „FSA-Kodex Patientenorganisationen“ verabschiedet, und seit dem 10. Oktopber 2008 sind die Pharmahersteller verpflichtet, ihre Unterstützung (Geld- und Sachzuwendungen) von Patientenorganisationen offenzulegen. Diese Angaben sind allerdings über die Webseiten der 31 Pharmafirmen verteilt und nur mühsam einzeln aufzufinden.

Um mehr Transparenz zu schaffen, hat das IQTG diese Daten zusammengetragen, standardisiert und in eine leicht durchsuchbare Datenbank gepackt. Damit lässt sich recherchieren, ob und welche Mitgliedsorganisation von der forschenden Pharmaindustrie mit Geldern oder Sachzuwendungen unterstützt wurde und in welcher Höhe. So wurde etwa die Deutsche Leberhilfe e.V. mit 253 513,91 Euro Zuwendung bedacht oder die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V. mit 156 391,00 Euro.

Interessant ist auch die Frage, wie viel Geld insgesamt – nämlich 5 761 219,72 Euro – und von den einzelnen Firmen aufgewendet wurde: Spitzenreiter sind Bayer HealthCare mit 892 597 Euro, Astra Zeneca mit 773 713 Euro und Roche mit 737 055 Euro. Dabei sind die Firmen Grünenthal und Mundipharma nicht berücksichtigt, da deren Zahlen noch nicht verfügbar sind. EB

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