ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/1998Autoimmune Enteropathie mit Zottenatrophie

MEDIZIN: Referiert

Autoimmune Enteropathie mit Zottenatrophie

Dtsch Arztebl 1998; 95(1-2): A-42 / B-31 / C-31

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LNSLNS Kennzeichen der Zöliakie ist eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Eiweiß Gliadin; ernähren sich die Betroffenen mit glutenfreier Kost, ist mit einer prompten klinischen Besserung zu rechnen. Die histologisch nachweisbare Zottenatrophie des Dünndarm mit Malabsorptions-Symptomen normalisiert sich, wenn die Glutenexposition wegfällt. Bei einigen Patienten erweist sich jedoch die Zottenatrophie als therapieresistent, so daß auch an die Möglichkeit einer Kollagensprue gedacht werden muß. Die Autoren berichten über vier Erwachsene im Durchschnittsalter von 51,5 Jahren mit subtotaler Zottenatrophie, die auf eine glutenfreie Kost nicht ansprachen. Die Patienten waren HLA-DQ2 positiv. Jedoch konnten keine IgA-Antigliadin- und Antiendomysium-Antikörper bei den Patienten nachgewiesen werden. In zwei Fällen konnten Enterozyten-Autoantiköprer immunfluoreszenzmikroskopisch nachgewiesen werden, bei einem der beiden Patienten waren auch Autoantikörper gegen Aktin, Parietalzellen und Schilddrüsenmikrosomen nachweisbar. Die Autoren schlagen deshalb vor, bei Patienten mit einer Zottenatrophie, die auf eine glutenfreie Kost nicht ansprechen, gezielt nach Enterozyten-Autoantikörpern zu suchen. w
Corazza GR, Biagi F, Volta U, Andreani ML, Franceschi LD, Gasbarrini G: Autoimmune enteropathy and villous atrophy in adults. Lancet 1997; 350: 106-109.
Department of Internal Medicine, University of L’Aquilla, via S Sisto, 22 E, 67100 L’Aquilla, Italien.

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