ArchivDeutsches Ärzteblatt13/1996Menschenrechte: Menschenrechtsbeauftragten benennen

SPEKTRUM: Leserbriefe

Menschenrechte: Menschenrechtsbeauftragten benennen

Bastian, Johannes

Zu unserer Serie über Menschenrechtsverletzungen
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LNSLNS . . . Es wäre zu wünschen, daß auch die Bundes­ärzte­kammer auf den Vorschlag des Arbeitskreises Medizin–Psychologie–Pflege der deutschen amnesty-Sektion eingeht, aus ihren Reihen einen Menschenrechtsbeauftragten zu benennen, der offiziell im Namen der BÄK zu Menschenrechtsverletzungen durch oder an Ärzten beziehungsweise medizinischem Personal Stellung nimmt. In Einzelfällen hat der Präsident der Bundes­ärzte­kammer in der Vergangenheit bereits reagiert und protestiert.
Vor dem Hintergrund der unsäglichen Verstrickung deutscher Mediziner in Menschenrechtsverletzungen während des Dritten Reichs, die vom Deutschen Ärzteblatt vor einigen Jahren dokumentiert wurde, erscheint es uns geradezu als ethische Pflicht, daß die deutsche Ärzteschaft auf dieses Thema mit höchster Wachsamkeit und Sensibilität reagiert.
Dr. med. Johannes Bastian, Arbeitskreis Medizin–Psychologie–Pflege, Karl-Knöller-Straße 5/1, 75417 Mühlacker, Dresden
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