ArchivDeutsches Ärzteblatt13/1996Hüftgelenk: Details unterschlagen
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LNSLNS . . . Der kassenärztlichen Leserschaft werden einige nicht uninteressante Details aus Großbritannien unterschlagen:
Übernahme der gesamten Praxismiete durch das staatliche Gesundheitswesen, ebenso 80 Prozent der Personalkosten, Zahlung einer Bereitstellungspauschale für Notdienste, attraktive Ausbildungspauschalen bei Übernahme eines Ausbildungsassistenten (zuzüglich zu seinem Gehalt). Gleichfalls wird verschwiegen, daß der durchschnittliche Praxisgewinn eines britischen Hausarztes schon seit mehreren Jahren über dem eines deutschen Durchschnittskollegen liegt. Dabei belaufen sich die Pro-Kopf-Gesundheitskosten dort um 30 Prozent niedriger als hier.
Rezeptgebühren haben wir hier auch. Patienten mit teuren Medikamenten werden auch hier zunehmend hin- und hergeschoben. Der 95jährige Patient mit seinem neuen deutschen Hüftgelenk wird auch nicht immer die nötige Krankengymnastik zugeteilt bekommen als Opfer der neuen deutschen Kassenarztwirtschaftlichkeit. Glosse hat an sich etwas mit Humor zu tun (nach britischer Lesart unbedingt auch mit Selbstironie) . . .
Dr. med. Chr. Lüders, Große Allee 30, 34454 Arolsen

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