ArchivDeutsches Ärzteblatt22/2011Down- und Upbeat-Nystagmus
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Die Bedeutung zentral ausgelöster okulärer Motilitätsstörungen wurde von den Autoren Strupp et al. prägnant dargestellt (1). Ergänzend ist anzuführen, dass gelegentlich ein Downbeat-Nystagmus (DBN) und ein Upbeat-Nystagmus in Abhängigkeit von der Blickrichtung einer Person vorhanden sein können. Ein DBN in ausgeprägter Form kann manchmal in allen Blickrichtungen, auch bei Aufwärtsblick auftreten (2).

Zahlreiche Ursachen eines DBN sind bekannt. Ein familiärer DBN infolge einer spinozerebellären Degeneration gehört zu den häufigen Ursachen eines DBN. Neben den hereditären sind als erworbene Ursachen Hirnstamminfarkte, toxische Medikamentennebenwirkungen (zum Beispiel Phenytoin, Carbamazepin, Lithium, Morphin-Derivate), Hirntumoren, ein Paraneoplastisches Syndrom, Alkoholismus, Traumen, Enzephalitis und multiple Sklerose anzuführen (3). Zur Therapie wurden neben den von Strupp et al. genannten Medikamenten auch Prismenbehandlungen und eine Augenmuskeloperation vom „Kestenbaum-Typ“ in der Literatur mitgeteilt.

DOI: 10.3238/arztebl.2011.0398a

Prof. Dr. med. Dieter Schmidt

Universitäts-Augenklinik Freiburg

dieter.schmidt@uniklinik-freiburg.de

1.
Strupp M, Hüfner K, Sandmann R, et al.: Central oculomotor disturbances and nystagmus: a window into the brainstem and cerebellum. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(12): 197–204. VOLLTEXT
2.
Schmidt D: Downbeat nystagmus an upgaze. Neuro-Ophthalmology 1991; 11: 223–7.
3.
Schmidt D: Downbeat-Nystagmus. A clinical review. Neuro-Ophthalmology 1991; 11: 247–62.
1. Strupp M, Hüfner K, Sandmann R, et al.: Central oculomotor disturbances and nystagmus: a window into the brainstem and cerebellum. Dtsch Arztebl Int 2011; 108(12): 197–204. VOLLTEXT
2. Schmidt D: Downbeat nystagmus an upgaze. Neuro-Ophthalmology 1991; 11: 223–7.
3. Schmidt D: Downbeat-Nystagmus. A clinical review. Neuro-Ophthalmology 1991; 11: 247–62.

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